"Schall und Rauch": Verschwörungstheorien 2.0

14. Jänner 2016, 16:16
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In seinem Vortrag informiert der Rechtsextremismusexperte Thomas Rammerstorfer im OKH Vöcklabruck über das Denken der Weltverschwörungstheoretiker

Verschwörungstheorien hat es immer schon gegeben, aber mit dem Internet verbreiten sie sich in einer neuen Intensität. Im Vortrag "Schall und Rauch" informiert der Publizist und Rechtsextremismusexperte Thomas Rammerstorfer im OKH Vöcklabruck über das Denken der Weltverschwörungstheoretiker und versucht, den im Netz und in den sozialen Medien kursierenden Irrationalismen rationale Aufklärung entgegenzusetzen. Ob 9/11 oder der Anschlag auf Charlie Hebdo – wer hinter diesen Attentaten stecken könnte, davon künden unzählige Seiten. Gern werden der Mossad oder die CIA ins Spiel gebracht.

Ein besonders beliebtes Feindbild sind "die Juden": Der deutsche Historiker Wolfgang Wippermann hat in seiner Studie Agenten des Bösen die historische Kontinuität dieser Verschwörungsideologie aufgearbeitet. Wenn von absurden Lächerlichkeiten mancher Theorien die Rede ist, kann übersehen werden, dass es tatsächliche Verschwörungen gegeben hat. Gerade während des Kalten Krieges haben die Geheimdienste ihre Tätigkeiten im Verborgenen durchgeführt. Aber das ist eine andere Geschichte, deren Aufklärung nur mit seriöser Forschung oder Aufdeckungsjournalismus erledigt werden kann. Vortag und Gespräch. (dog, 14.1.2016)

15. 1., HKH Vöcklabruck, 19.30

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