Burgenlands Grüne wollen 2016 Gemeindegruppen stärken

14. Jänner 2016, 14:10
posten

Als Vorbereitung auf die Gemeinderatswahl 2017 – Partei will auch Bezirk Güssing erobern – Thema Asyl wird breiten Raum in der inhaltlichen Arbeit einnehmen

Bad Tatzmannsdorf – Burgenlands Grüne wollen sich heuer für die Gemeinderatswahl 2017 rüsten und ihre Gemeindegruppen stärken sowie "das grüne Engagement in den Gemeinden ausweiten und seitens der Landesorganisation fördern", teilte Landesgeschäftsführerin Anita Malli nach der Vorstandsklubklausur in Bad Tatzmannsdorf mit. Ein weiteres großes Thema für 2016 werde der Bereich Asyl sein, hieß es am Donnerstag.

2017 wollen die Grünen in Gemeinderäten aller sieben Bezirke vertreten sein. Derzeit fehle noch der Bezirk Güssing. Als Richtschnur, in welchen Gemeinden die Grünen Potenzial hätten, würden die Wahlergebnisse der letzten Wahlen gelten. "Bei der Landtagswahl haben sich einige Gemeinden als überdurchschnittlich grün-freundlich herausgestellt. Wir gehen daher davon aus, dass wir dort Menschen finden werden, die sich mit uns für eine Grüne Politik in den Gemeinden stark machen wollen", sagte Malli. Konkret ins Auge gefasst habe man neben Güssing u.a. auch Litzelsdorf, Pinkafeld, Pöttelsdorf, Purbach und Gols.

Im heurigen Jahr werde das Thema Asyl einen breiten Raum in der inhaltlichen Arbeit der Grünen im Burgenland einnehmen, teilte die Partei mit. Landessprecherin Regina Petrik werde sich verstärkt mit den Herausforderungen der Flüchtlingsunterbringung in den Gemeinden beschäftigen und ab März in jene Orte des Landes gehen, in denen Flüchtlinge untergebracht sind.

Landessprecherin will Praktikum absolvieren

Hierbei gehe es darum, die örtliche Bevölkerung nach ihren Erfahrungen zu fragen und bei Problemen gemeinsam nach Lösungen zu suchen. "Um als Politikerin auf die Sorgen und Nöte der Menschen eingehen zu können, möchte ich diese auch persönlich anhören und mich ihnen vor Ort widmen", meinte Petrik.

Die Landssprecherin kündigte außerdem an, nach ihrer "Job-Tour" im Jahr 2014 (damals hat sie zehn Monate lang in zehn Berufen bzw. Sparten gearbeitet, Anm.) auch 2016 wieder ein Praktikum – dieses Mal im technischen Bereich – absolvieren zu wollen. "Als nächstes will ich mir die Ausbildung von Facharbeitern und -arbeiterinnen anschauen und erleben, wie es einem Mittelunternehmen damit geht", so Petrik.

Share if you care.