Facebook, Youtube und Co.: Die meisten User lesen nur mit

16. Jänner 2016, 09:48
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Erhebung aus Deutschland zeigt, dass die große Mehrheit sich auf sozialen Medien kaum beteiligt

Soziale Netzwerke leben von ihren Nutzern. Sie steuern Inhalte bei, kommentieren diese und sorgen daneben auch für die Werbeeinnahmen, über welche sich viele der Plattformen finanzieren. Doch der Anteil an Usern, die sich regelmäßig aktiv auf Facebook und Co. beteiligen ist ziemlich niedrig, wie nun eine Umfrage der PR-Agentur Faktenkontor in Deutschland ergeben hat.

Dafür wurde das Verhalten von 2.817 Social-Media-Usern erhoben. Diese gaben je nach Netzwerk an, ob und wie sie dieses nutzen. Unterschieden wurde dabei in "eher aktiver" Nutzung, also das regelmäßige Hochladen von Bildern und Videos oder Verfassen von Postings und Kommentaren) und "eher passiver" Nutzung – dem Betrachten der Inhalte.

Youtube: Viele Zuseher, wenige Teilnehmer

88 Prozent aller Befragten gaben an, Googles Videoplattform Youtube zu verwenden. Selber Videos hochladen oder Kommentare abgeben möchten viele allerdings nicht. 74 Prozent aller Umfrageteilnehmer bzw. 84 Prozent der Youtube-User beschränken sich darauf, sich Clips nur anzusehen, fasst Statista zusammen.

Bei Facebook zeigt sich das gleiche Bild. Das weltgrößte soziale Netzwerk findet bei 87 Prozent der Befragten Verwendung, von denen wiederum knapp 61 Prozent passiv bleiben. 39 Prozent schreiben selber Einträge und kommentieren regelmäßig.

Nur Instagram und Whatsapp stechen heraus

Eine ähnliche Verteilung zeigt sich auch bei Google+ (45 Prozent Gesamtnutzer, 71 Prozent passiv), Twitter (30 Prozent Gesamtnutzer, 70 Prozent passiv) und dem Business-Netzwerk Xing (27 Prozent Gesamtnutzer, 78 Prozent passiv). Entgegen dem "Trend" bewegen sich nur Instagram (28 Prozent Gesamtnutzer, 54 Prozent passiv) und Whatsapp (76 Prozent Gesamtnutzer, 86 Prozent aktiv). Letzerer Dienst fällt als Messenger allerdings aus dem Rahmen. (gpi, 16.01.2015)

  • Die Zahlen, aufgeschlüsselt als Diagramm.
    grafik: derstandard.at

    Die Zahlen, aufgeschlüsselt als Diagramm.

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