Ausgrabung der "Stadt des Affengottes" läuft auf Hochtouren

14. Jänner 2016, 12:45
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Archäologen fördern immer mehr Relikte jener präkolumbischen Siedlung zutage, bei der es sich um die legendäre Ciudad Blanca handeln könnte

Tegucigalpa – Vergangenen März vermeldeten Archäologen eine regelrechte Sensation: Sie hatten im Nordosten von Honduras die praktisch unberührten Überreste einer Stadt im Dschungel entdeckt, möglicherweise gar die Ruinen einer ganzen untergegangenen Zivilisation.

Nach Ansicht der Forscher handelt es sich bei dem Areal mit Plätzen, Erdwällen und Pyramiden wahrscheinlich um die sagenumwobene "Stadt des Affengotts", auch bekannt als Weiße Stadt (Ciudad Blanca), um die sich seit Jahrhunderten Legenden ranken: Hier sollen sich einst die präkolumbischen Ureinwohner vor den spanischen Konquistadoren versteckt haben– eine Art Garten Eden, aus dem jene, die ihn betraten, niemals mehr zurückkehrten.

Zweifel noch nicht ausgeräumt

Seither laufen die Untersuchungen in der Region La Mosquitia auf Hochtouren – bewacht von der Armee, um Plünderungen vorzubeugen. Bei den Ausgrabungsarbeiten wurden nun weitere Relikte zutage gefördert. Darunter befinden sich ein ritueller Becher und ein Mörser zum Mahlen von Mais, wie die honduranische Regierung mitteilte.

"Wir sind gespannt, was das für Honduras und die Welt bedeutet", sagte der honduranische Präsident Juan Orlando Hernández, der selbst an den Ausgrabungen teilnahm. Ob es sich bei der zweifellos bedeutenden Entdeckung tatsächlich um die Überreste der sagenumwobenen "Stadt des Affengottes" handelt, ist aber noch nicht geklärt. Die Forscher hoffen, bald eindeutige Aussagen treffen zu können. (red, APA, 14.1.2016)

  • Der Präsident legt Hand an: Juan Orlando Hernández (rechts) präsentierte mit Archäologen die neusten Funde aus der mutmaßlichen "Stadt des Affengottes".
    foto: jorge cabrera

    Der Präsident legt Hand an: Juan Orlando Hernández (rechts) präsentierte mit Archäologen die neusten Funde aus der mutmaßlichen "Stadt des Affengottes".

  • Vergangenes Jahr stießen Forscher auf die umfangreichen Stadtreste im Nordosten von Honduras.
    foto: jorge cabrera

    Vergangenes Jahr stießen Forscher auf die umfangreichen Stadtreste im Nordosten von Honduras.

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