Wiener Frauentelefon zählte 2015 1.811 Beratungen

14. Jänner 2016, 12:20
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Frauenabteilung der Stadt Wien: Am häufigsten wurde zu Scheidung und Trennung Rat gesucht

Wien – 2015 sind 1.811 Beratungen am Frauentelefon durchgeführt worden, zogen die Beratungsstelle der Frauenabteilung der Stadt Wien (MA 57) und die dafür zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) in einer Aussendung am Donnerstag Bilanz. Am häufigsten – in 48 Prozent der Fälle – wurde mit den Betroffenen über Scheidung und Trennung gesprochen.

Um den Themenbereich Geld – inklusive Geldprobleme, Pension und Unterhalt – ging es in 13 Prozent aller Anfragen. In sechs Prozent der Fälle wurde über Wohnen und Wohnungslosigkeit, in fünf Prozent über Gewalt gesprochen. Am häufigsten meldeten sich die Hilfesuchenden telefonisch (78 Prozent). 14 Prozent suchten das persönliche Gespräch, acht Prozent hatten via E-Mail Kontakt.

Leistbares Wohnen bereitet Sorgen

Aufgrund der Beratungsbilanz forderte Stadträtin Frauenberger ein Einkommen, mit dem Frauen auskommen können: "Das Frauentelefon ist die Erstanlaufstelle, wenn Wienerinnen Fragen zu ihren Rechten haben. Auffällig ist, dass das Thema leistbares Wohnen für Frauen eine große Herausforderung darstellt." Vor allem bei Beratungsgesprächen zu den Themen Scheidung und Trennung sei die Sorge der Betroffenen, eine leistbare Wohnung zu finden, sehr groß, so die Ressortchefin.

Das Frauentelefon ist Montag, Dienstag, Mittwoch von 8.00 bis 12.00 Uhr sowie Donnerstag und Freitag von 12.00 bis 16.00 Uhr besetzt und unter der Nummer 01/408-70-66 erreichbar. Das Beratungsteam besteht aus Juristinnen und Sozialarbeiterinnen. (APA, 14.1.2015)

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