Mikl-Leitner will Flüchtlinge schon in Südeuropa zurückweisen

14. Jänner 2016, 09:57
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Österreich plant laut Spiegel Online Kooperation mit Deutschland, Slowenien und Kroatien

Wien – Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) will laut einem Bericht von Spiegel Online österreichische Polizeibeamte für Grenzkontrollen in Slowenien oder Kroatien einsetzen. Sie sei derzeit in Gesprächen mit den dortigen Regierungen und hoffe, dass auch Deutschland sich an einer solchen Kooperation beteiligen würde.

Flüchtlinge, die mit gefälschten Dokumenten oder ohne Papiere einreisen wollen, sollen so schon in Slowenien oder Kroatien zurückgewiesen werden und nicht erst an der österreichischen Grenze. "Je tiefer im Süden, desto besser", zitiert Spiegel Online die Ministerin. Denkbar sei nicht nur der Einsatz von Personal, sondern etwa auch von Fahrzeugen, die mit Wärmebildkameras ausgestattet sind.

Mikl-Leitner dürfte mit diesen Plänen darauf reagieren, dass Deutschland zuletzt vermehrt Flüchtlinge nach Österreich zurückweist.

In Berlin verschließt man sich den Wiener Plänen nicht. "Österreich ist ein wichtiger Partner für uns, insbesondere bei der Bewältigung der Migrationsströme. Daher werden wir Vorschläge aus Wien prüfen und gründlich erörtern, sagt Tobias Plate, der Sprecher des deutschen Innenministeriums zum STANDARD. (red, 14.1.2016)

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