Leichen von sieben Flüchtlingen an türkischer Ägäisküste gefunden

14. Jänner 2016, 08:19
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Tausende Menschen auf dem Weg nach Piräus

Ankara – An der türkischen Ägäisküste sind die Leichen von sieben Flüchtlingen gefunden worden. Sechs Tote wurden am Mittwochabend von Anrainern im Landkreis Seferihisar der Provinz Izmir gefunden, wie die Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi berichtete. Sicherheitskräfte hätten bestätigt, dass die Migranten ertrunken seien.

Eine weitere Leiche wurde dem Bericht zufolge im Landkreis Menderes entdeckt. Angenommen werde, dass die Menschen allesamt bei dem Versuch ertranken, über das Meer auf nahegelegene griechische Inseln zu gelangen.

Fähre mit 1.200 Flüchtlingen in Piräus eingetroffen

Trotz eisiger Temperaturen und rauer See wagen nach wie vor viele Flüchtlinge die gefährliche Überfahrt über die Ägäis. Wie die griechische Küstenwache mitteilte, traf am Donnerstagmorgen in der Hafenstadt Piräus eine Fähre mit rund 1.200 Flüchtlingen von den Inseln Chios und Lesbos ein. Im Laufe des Tages werden zwei weitere Fähren mit mehr als tausend Flüchtlingen und Migranten an Bord erwartet. Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) handelt es sich bei mehr als der Hälfte der Menschen um Flüchtlinge aus Syrien.

Im vergangenen Jahr waren es Hunderttausende – und nach UNHCR-Angaben kamen allein in den ersten zehn Tagen dieses Jahres wieder mehr als 18.000 Menschen auf diesem Wege nach Griechenland.

Die EU hatte im November mit der Regierung in Ankara vereinbart, die Grenzen besser zu kontrollieren, um die Menschen an der Weiterreise vom türkischen Festland auf die griechischen Ägäisinseln zu hindern. (APA, 14.1.2016)

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