Sauber droht eine Millionenklage

13. Jänner 2016, 21:11
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Sutil pocht auf Vertrag und verlangt über 3,5 Millionen Franken

Zürich – Dem Schweizer Formel-1-Rennstall Sauber droht eine Millionenklage. Das Zürcher Obergericht hat die Rechtsöffnung des deutschen Rennfahrers Adrian Sutil für rechtmäßig erklärt, wie aus einem Urteil vom 5. Jänner hervorgeht. Der ehemalige Sauber-Fahrer, jetzt bei Williams als Testfahrer engagiert, pocht auf einen Vertrag und verlangt von Sauber über 3,5 Millionen Schweizer Franken (3,22 Mio. Euro).

Sauber hatte die Zahlung abgelehnt und Sutil schlechte Leistungen angelastet. So sei er bei einem Rennen 2014 mit einer Strafe und Rückversetzung belegt worden. Er habe auch durch eine Fehlmanipulation den Motor abgewürgt und weisungswidrig das Fahrzeug verlassen. Außerdem kritisierte der Rennstall, der Pilot habe mündlich Sponsorengelder für rund 40 Millionen Franken (36,85 Mio. Euro) zugesichert, die Zusage aber nicht eingehalten. Die Richter ließen aber – im Gegensatz zum Bezirksgericht Hinwil – die Rechtsöffnung zu. Sauber muss Sutil eine Prozessentschädigung von 10.000 Franken (9.212,35 Euro) bezahlen.

Sutil saß bis Ende der Saison 2014 im Sauber-Cockpit, wurde aber ab der Saison 2015 trotz eines Vertrags nicht mehr weiter beschäftigt, wie auch Testfahrer Giedo van der Garde, mit dem sich der Hinwiler Rennstall nach einer Klage in Australien außergerichtlich geeinigt hat. (APA, 13.1.2016)

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