"ZiB"-Zuseher sahen 2015 mehr Schwarz als Rot

14. Jänner 2016, 07:13
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Die Asyldebatte prägte die meistgesehenen Nachrichten des Landes. Die ÖVP schaffte mehr Präsenz als die SPÖ

Wien – Asyldebatte, Steuerreform und die Wahlen in den Bundesländern haben 2015 die wichtigsten Nachrichtensendungen des Landes bestimmt. Mit dieser Themenlage schaffte die ÖVP (44,3 Prozent) die höchste Präsenz in der Zeit im Bild um 19.30 Uhr und ZiB 2 und lässt die SPÖ (35,5 Prozent) damit relativ klar hinter sich.

Die Opposition muss sich ob dieser Dominanz bescheiden: Auf nur 20,2 Prozent bringt sie es mit vereinter Kraft. APA-Defacto weist Zahlen zu Zeit im Bild um 19.30 (ZiB 1 in der Grafik links) und ZiB 2 von 1. Jänner bis 31. Dezember 2015 aus.

Politikerranking

Mit Asylthemen in den beiden reichweitenstärksten ZiBs holt Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (VP) Platz eins im Politikerranking vor Werner Faymann (SP) und Hans-Jörg Schelling (VP). Bei den Parteivorsitzenden wurde die Ordnung eingehalten: Faymann platziert sich da vor Reinhold Mitterlehner (VP), Heinz-Christian Strache (FP), Eva Glawischnig (Grüne), Matthias Strolz (Neos) und Frank Stronach.

Die Wahlen in den Bundesländern im Jahr 2015 lassen sich in der Bilanz der Präsenz der Landeshauptleute ablesen: Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SP) nimmt Platz eins ein, gefolgt von Josef Pühringer (VP) und Hans Niessl (SP). Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl war mit O-Tönen unter Sozialpartnern am meisten vertreten.

Politikerinnen kommen wenig zu Wort

Die ZiB-Watch misst auch die Redezeiten in der Zeit im Bild um 19.30 Uhr nach Geschlechtern: Politikerinnen kamen 2015 so wenig zu Wort wie in den Jahren zuvor: nur 20,7 Prozent der Politiker-Redezeit. (red, 14.1.2016)

  • ORF-Nachrichten 2015.
    grafik: standard

    ORF-Nachrichten 2015.

  • Umgeben von Mikros: Innenministerin Johanna Mikl-Leitner.
    foto: apa / pfarrhofer

    Umgeben von Mikros: Innenministerin Johanna Mikl-Leitner.

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