Opernball: Lugner geht mit Brooke Shields "auf Nummer sicher"

Ansichtssache mit Video13. Jänner 2016, 17:03
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derstandard.at/von usslar

Eine der Fragen des Jahres ist beantwortet: Richard Lugner hat seine Opernballbegleitung ausgewählt. Die Wahl fiel dieses Jahr auf die US-Schauspielerin Brooke Shields, die Lugners Ehefrau Cathy zufolge auf eine "wirklich sehr erfolgreiche" Karriere zurückblicken kann.

Lugner nutzte den Medienrummel bei der Stargast-Präsentation auch dazu, zu einer möglichen Kandidatur als Bundespräsident Stellung zu nehmen. Er verglich sich dabei mit dem 40. Präsidenten der Vereinigten Staaten, Ronald Reagan, der als ehemaliger Schauspieler ebenso in unterschiedlichste Rollen schlüpfte und zum Zeitpunkt seines Amtsantritt auch schon ein stolzes Alter aufwies. Als Bundespräsident hätte Lugner jedenfalls mit Hillary Clinton bereits eine Idee für den ersten Staatsgast. (Anna Celine Mark, 13.1.2016)

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Begleitet wird die 50-jährige Brooke Shields von zwei jüngeren Männern, deren Identität Lugner allerdings nicht preisgab. Wie viel er sich den Werbegag kosten lässt, ließ er auch dieses Jahr unbeantwortet und verriet lediglich, dass es heuer möglich sei, den Gast über New York anreisen zu lassen. Dort stehen bei Shields Werbetermine an.

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"Eine ganze Woche Blockade kostet", auf welche Summe aber sich die Ausgaben belaufen, "das verraten wir nicht", meinte der Bauunternehmer. Es ist allerdings anzunehmen, dass sich auch heuer die mediale Aufmerksamkeit, die Lugner durch seine Selbstinszenierung erhält, bezahlt macht.

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Wo Shields während ihres einwöchigen Aufenthalts in Wien nächtigen wird, verriet Lugner ebenso wenig. Er versorgte die Journalisten stattdessen mit der Info, dass sein diesjähriger Opernballgast sehr professionell wirke. Shields habe sich im Gegensatz zu vergangenen Gästen bisher gesprächsbereit gezeigt. Starallüren wie jene von Ex-Spice-Girl Geri Halliwell im Jahr 2005 oder das von Kim Kardashian verursachte Chaos 2014 erwarte er nicht.

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Mit Shields sei Lugner heuer "auf Nummer sicher" gegangen, weil sie über ausreichend Reife und Bekanntheitsgrad verfüge und professionelles Auftreten an den Tag lege. Klingt fast danach, als könne Shields Mörtels bisherigen Lieblingsgast Sophia Loren vom Thron stoßen.

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Welche persönliche Verbindung Lugner zu der Schauspielerin habe, beantwortete er mit den Worten: "Ich habe zwar ein eigenes Kino, aber ich bin kein großer Kinogeher." Eine Neuigkeit für ihn war der Hinweis anwesender Journalisten, dass Shields der deutschen Sprache mächtig sei. Ihre Mutter war länger in Salzburg als Opernsängerin tätig. Auch dass es sich bei dem Besuch in Wien nicht um ihren ersten handelt, wusste er nicht. Shields war 2011 bereits Stargast am Life Ball.

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Vielmehr zeigte Lugner Interesse am Familienstand seines Besuchs und ging auf Shields' Ehe mit Ex-Tennisstar Andre Agassi Ende der 90er-Jahre ein. Diese Promi-Ehe kommentierte er mit den Worten "Star und Star ist gut" – gehalten hat sie trotzdem nur zwei Jahre.

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Als ob es das erste Mal wäre, dass ein männlicher Stargast zum Opernball kommt, verkündete Lugner, dass seine Frau Cathy heuer an der Seite männlicher Prominenz tanzen werde – "damit die Frauen sich nicht benachteiligt fühlen". Der Name des Begleiters werde kommende Woche bekanntgegeben. Die Macht der Frau an der Seite des Bauherrn reicht sogar noch weiter – denn Spatzi sei es gewesen, die ihn auf die Idee einer Kandidatur als Bundespräsident gebracht habe.

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Schon musste Lugner die Frage beantworten, weshalb eine Österreich-Fahne im Raum der Pressekonferenz platziert sei. Lugner: "Da der Opernball ein österreichischer Staatsball ist, haben wir das heute ein bisschen feierlicher gemacht." Jedenfalls schließt Lugner sein Antreten bei der Wahl nicht mehr aus. Er bemängelte das Fehlen von Visionen bei den bisherigen Kandidaten und den Fokus auf das Flüchtlingsthema. "Ob ich antrete, ist noch nicht entschieden", sagte er. Im Fall einer Amtsübernahme jedenfalls "würde ich das anders machen, glamouröser".

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