Lugner schließt Kandidatur nicht aus

13. Jänner 2016, 14:29
68 Postings

Baumeister würde für "mehr Glamour" in der Hofburg sorgen

Baumeister Richard Lugner schließt ein Antreten bei der Wahl zum Bundespräsidenten nicht mehr kategorisch aus. Es ärgere ihn etwa, dass "nur mehr über Flüchtlinge" geredet wird, aber es "keine Ziele und keine großen Visionen" mehr für den Staat Österreich gebe. "Es geht nur mehr um Parteiinteressen", kritisierte Lugner am Rande eine Pressekonferenz.

Da man als österreichischer Bundespräsident nicht unbedingt sehr mächtig sei, würde Lugner zumindest für "mehr Glamour" in der Hofburg sorgen. Als ersten Staatsgast könnte er sich etwa Hillary Clinton vorstellen.

Der Baumeister würde sich auch als Alternative zu den bisherigen Kandidaten sehen, die in ihrem Leben nur "staatliche Positionen" besetzt hätten. "Ich habe keinen gut bezahlten staatlichen Posten. Ich bin Unternehmer, habe 60 Millionen Euro Steuern gezahlt und Arbeitsplätze geschaffen", unterstrich der Baumeister.

"Spatzis" Idee

Die Idee zur etwaigen Kandidatur stammt übrigens von seiner neuen Ehefrau Cathy Lugner alias "Spatzi". "Ich weiß aber noch nicht, ob ich das tatsächlich mache", meinte der Baumeister. Zudem könnte er nicht einmal mit der Stimme seiner Frau rechnen: Als deutsche Staatsbürgerin darf sie an der Wahl nicht teilnehmen.

Ein Antreten wäre nicht der erste Ausflug der Baumeisters in die Politik. Bereits 1998 kandidierte er bei der Bundespräsidenten-Wahl und erhielt immerhin 9,9 Prozent der Stimmen. Bei der Nationalratswahl 1999 erreichte er mit seiner Bewegung "Die Unabhängigen" hingegen nur mehr 1,02 Prozent.

Die Riege der potenziellen Kandidaten wird indes immer bunter, denn auch die einstige "Millionenshow"-Gewinnerin und Autorin El Awadalla will antreten, wie die "Tiroler Tageszeitung" berichtete: als "links sozialisiert", aber parteifrei möchte sie ihre Kampagne per Crowdfunding finanzieren. (APA, 13.1.2016)

Share if you care.