Autofahrerclub: Ölpreisverfall kommt an Zapfsäulen nicht an

13. Jänner 2016, 11:44
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Rohöl sei seit Jahresanfang um 19 Prozent billiger geworden, Sprit nur um drei Prozent, kritisiert der ÖAMTC

Wien – Der ÖAMTC kritisiert, dass die Preise für Sprit deutlich langsamer zurückgehen als für Rohöl. Während OPEC-Öl seit Jahresanfang um 19 Prozent billiger geworden sei, sei der Treibstoff – ohne Steuern – nur um rund drei Prozent günstiger geworden, schreibt der Autofahrerklub in einer Aussendung am Mittwoch. Die Mineralölwirtschaft verweist darauf, dass Rohöl nur einen Teil der Benzinkosten ausmacht.

Rohöl müsse erst kostenintensiv zu Benzin und Diesel verarbeitet werden, auch die Kosten für Forschung und Vertrieb schwankten nicht mit dem Rohölpreis, meint der Verband der Mineralölwirtschaft (FMVI). Auch ein schwacher Euro könne dazu führen, dass in Dollar berechnete fallende Rohölpreise in Österreich nicht durchschlagen. Genaue Zahlen für den Anteil des Rohöls an den Gesamtkosten für Treibstoff werden aber nicht bekannt gegeben.

An der Zapfsäule – also inklusive Steuern, auch der unveränderlichen Mineralölsteuer – zahlen die Österreicher im Schnitt nur 1,5 Cent je Liter weniger als Ende 2015 oder 75 Cent für einen 50-Liter-Tank, rechnet der ÖAMTC vor und meint: "Die günstigeren Rohölpreise kommen damit noch nicht bei den Konsumenten an". Die Konsumenten sollten gezielt die günstigsten Tankstellen in der eigenen Umgebung ansteuern. Tiefstpreise liegen derzeit für Diesel bei rund 20 Tankstellen unter 0,90 Euro und für Superbenzin bei 0,999 Euro – an einer Tankstelle in ganz Österreich. (APA, 13.1.2015)

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    foto: apa/techt
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