"Piraten" gewinnen 450.000-Dollar-Sammelklage gegen Hollywood

13. Jänner 2016, 10:50
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Über 2.000 Personen hatten sich Klage gegen Rechteverwerter und Filmstudio angeschlossen

Bei Urheberrechtsverletzungen enden Gerichtsprozesse oft so, dass Personen, die der illegalen Verbreitung von Filmen beschuldigt werden, Schadenersatz zahlen müssen. Nicht so in diesem Fall. Der Rechteverwerter Rightscorp und mehrere Rechteinhaber, darunter auch Warner Bros., wurden ihrerseits von beschuldigten Filmpiraten geklagt. Nun wurde eine Einigung erzielt.

Aggressive Anrufe

Die Sammelklage war vergangenes Jahr aufgrund der aggressiven Methoden von Rightscorp eingereicht worden, berichtet "TorrentFreak". Das Unternehmen soll im Namen der Rechteinhaber, die es vertritt, mehrere Gesetze gebrochen haben, um gegen die beschuldigten Filesharer vorzugehen. So sollen die Personen mit automatischen Anrufen regelrecht bombardiert worden sein, was in den USA gegen den Telephone Consumer Protection Act verstößt.

Einigung auf 450.000-Dollar-Zahlung

Etwa 2.095 Personen hatten sich der Sammelklage angeschlossen. Die Firmen haben sich mit den Anklägern nun auf eine Zahlung 450.000 US-Dollar geeinigt. Jeder Teilnehmer der Sammelklage soll davon 100 Dollar erhalten. Der Rest deckt den administrativen Aufwand und Anwaltskosten ab.

Die beschuldigten Personen müssen als Teil der Vereinbarung eine Erklärung abgeben, dass die keine Urheberrechtsverletzungen begangen haben. Rightscorp muss wiederum versprechen, in Zukunft auf ähnliche Anrufe zu verzichten. (red, 13.1.2016)

  • Ein Rechteverwerter ist im Auftrag von Warner Bros. zu aggressiv gegen mutmaßliche Piraten vorgegangen. Nun müssen die Unternehmen zahlen.

    Ein Rechteverwerter ist im Auftrag von Warner Bros. zu aggressiv gegen mutmaßliche Piraten vorgegangen. Nun müssen die Unternehmen zahlen.

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