ORF-Quoten: Hattrick für den Austro-"Tatort"

13. Jänner 2016, 08:00
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Die meistgesehenen Folgen der Krimireihe waren 2015 im ORF jene Episoden, bei denen Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser in heimischen Gefilden ermittelten. Von den deutschen Kommissaren können die Münchner und Münsteraner punkten

Wien – Der Tatort bleibt für den ORF ein Quotengarant, erst recht wenn er aus Österreich kommt. Die drei meistgesehenen Folgen der gemeinsamen Krimireihe von ARD, ORF und SRF waren 2015 jeweils made in Austria. Den Rekordwert bescherten dem ORF die Ermittlungen von Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) in ihrem zehnten gemeinsamen Fall.

Der Tatort: Grenzfall am 8. März erreichte als einziger 2015 ein Millionenpublikum – nämlich durschnittlich 1.037.000 Zuseher und einen Marktanteil von 32 Prozent in der Zielgruppe ab 12 Jahren (Grafik rechts). Für Regie und Drehbuch zeichnete erstmals Rupert Henning verantwortlich.

orf/hubert mican

Er schickte das Ermittlerduo Eisner und Fellner ins nördliche Waldviertel an den Grenzfluss Thaya, wo die Leiche eines Kanufahrers geborgen wurde. Der Mann war hochrangiges Mitglied des tschechischen Geheimdienstes.

Aber nicht nur in Österreich wurde die Folge goutiert, sie konnte auch in Deutschland reüssieren. Via ARD waren 9,59 Millionen Leute dabei, was einem Marktanteil in der Zielgruppe ab 12 Jahren von 26,9 Prozent entspricht.

Politischer Fall auf Platz zwei

Platz zwei im ORF-Quotenranking ging an den Tatort: Deckname Kidon mit 949.000 Zusehern. Ein vermeintlicher Selbstmord brachte Eisner und Fellner Anfang Jänner auf die Spur eines zwielichtigen Lobbyisten, dessen Verstrickungen bis in iranische Geheimdienstkreise reichten.

Auf Rang drei liegt Robert Dornhelms Tatort-Debüt Gier vom Juni mit 863.000 Krimifans. Der nächste Austro-Tatort: Sternschnuppe steht übrigens am 7. Februar auf dem Programm.

Neben den Spitzenwerten kann sich 2015 auch der Seherschnitt aller Tatort-Erstausstrahlungen sehen lassen. 636.000 Seher verfolgten im Schnitt die Folgen der sonntäglichen Krimipremieren.

Die beste Quote bei den deutschen Ermittlern konnte der ORF mit einem Tatort aus München einfahren. Den Fall Die letzte Wiesn mit dem Duo Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) sahen im Schnitt 790.000 Österreicher.

Hoch im Kurs steht auch der Tatort Münster mit dem Ermittlerduo Thiel (Alex Prahl) und Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers). Die Folgen Erkläre Chimäre und Schwanensee lockten 773.000 bzw. 772.000 vor den Bildschirm. Die Top Ten komplettieren Episoden aus Köln, Nürnberg und Bremen.

Weniger beliebt war der jüngste Tatort aus Hamburg mit Til Schweiger als Nick Tschiller. Obwohl mit Helene Fischer als Gegenpart und einer Panzerfaust schwere Geschütze aufgefahren wurden, kam das Action-Doppel Anfang Jänner im ORF auf jeweils nur 447.000 Seher.

Deutschland: Münster voran

In Deutschland bleibt der Klamauk aus Münster die beliebteste Variation der Krimireihe. Der Branchendienst Meedia.de reiht Thiel und Boerne mit 13,2 Millionen Zusehern in der ARD auf Platz eins, gefolgt vom Tatort-Debüt aus Nürnberg (12,21 Mio.) und Charlotte Lindholm aus Hannover mit 10,41 Millionen. Maßstab sind die letzten zwei Jahre. (omark, 13.1.2016)

  • Die drei meistgesehenen Folgen der gemeinsamen Krimireihe von ARD, ORF und SRF waren 2015 jeweils made in Austria.
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    Die drei meistgesehenen Folgen der gemeinsamen Krimireihe von ARD, ORF und SRF waren 2015 jeweils made in Austria.

  • "Grenzfall" erreichte als einziger "Tatort" 2015 ein Millionenpublikum – durschnittlich 1.037.000 Zuseher und einen Marktanteil von 32 Prozent.
    foto: orf/milenko badzic

    "Grenzfall" erreichte als einziger "Tatort" 2015 ein Millionenpublikum – durschnittlich 1.037.000 Zuseher und einen Marktanteil von 32 Prozent.

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