Klimawandel senkt Giftresistenz

13. Jänner 2016, 07:00
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Salt Lake City – Die globale Klimaerwärmung hat viele Folgen, und noch längst sind nicht alle bekannt. Manche kommen durchaus überraschend: Forscher der University of Utah in Salt Lake City fanden heraus, dass Wüstenbuschratten (Neotoma lepida) bei steigenden Temperaturen ihre übliche Nahrung schlechter vertragen.

Diese besteht aus leicht toxischen Pflanzen wie Wacholder oder Kreosotbusch, die den Tieren aber dank entsprechender Verdauungsenzyme nichts anhaben sollten. Offenbar werden die Nager gegen diese Gifte aber immer weniger resistent, wie die Biologen in den "Proceedings of the Royal Society B" berichten.

In Experimenten konnten sie bisherige Annahmen widerlegen, dass das Problem von den Pflanzen ausgeht und diese bei höheren Temperaturen mehr Giftstoffe produzieren. Vielmehr zeigte sich, dass die Leberfunktion der Tiere verschlechterte. Die Forscher befürchten, dass dies auch auf andere Säugetiere zutreffen könnte. (dare, 13.1.2016)

  • Die Wüstenbuschratte (Neotoma lepida) lebt im Westen der USA.
    foto: kevin kohl / university of utah

    Die Wüstenbuschratte (Neotoma lepida) lebt im Westen der USA.

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