Hochdotierter EU-Förderpreis für Physikerin und Chemiker aus Innsbruck und Wien

12. Jänner 2016, 13:35
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Bis zu zwei Millionen Euro

Wien/Innsbruck – Über einen üppigen Nachschlag zu ihrem hoch dotierten Förderpreis des Europäischen Forschungsrats (ERC) können sich eine Physikerin der Universität Innsbruck und ein Chemiker der Universität Wien freuen. Nachdem ihnen vor mehreren Jahren jeweils ein "Starting Grant" zuerkannt wurde, erhalten sie nun je einen mit bis zu zwei Millionen Euro dotierten "Consolidator Grant", teilten die Unis mit.

Die EU fördert über den European Research Council (ERC) Grundlagenforschung in Europa. Vergeben werden u.a. "Starting- und Consolidator Grants" für Nachwuchswissenschafter und "Advanced Grants" für etablierte Forscher. "Consolidator Grants" sollen Wissenschaftern ermöglichen, ihre Position als eigenständige Forscher zu konsolidieren.

Ultrakalte Gase von Metallen der seltenen Erden

Bei Francesca Ferlaino scheint dieses Ziel fast schon zu tief gesteckt, ist die 38-jährige, in Italien geborene Experimentalphysikerin von der Uni Innsbruck doch schon seit 2014 wissenschaftliche Direktorin am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). 2010 erhielt sie einen "Starting Grant". Mit dem neuen Förderpreis will sie ihre Arbeit an ultrakalten Gasen von Metallen der seltenen Erden fortsetzen, mit deren Hilfe sie die Quanteneigenschaften der Materie erforscht.

Nuno Maulide erhielt 2011 einen "Starting Grant" und ist seit 2013 Professor für Organische Synthese an der Uni Wien. Der 36-jährige, in Lissabon geborene Chemiker will in seinem neuen ERC-Projekt das Konzept der "Atomökonomie" auf eine große Reaktions-Familie anwenden. Dabei geht es darum, chemische Reaktionen effizienter und umweltfreundlicher zu machen. Sie sollen ohne Abfallprodukte ablaufen, was bedeutet, dass alle über die Ausgangsstoffe eingesetzten Atome auch im Endprodukt zu finden sind. (APA, 12.1.2016)

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