Regierung verhängt nach Istanbul-Anschlag Nachrichtensperre

12. Jänner 2016, 12:24
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Ein solcher Schritt sei laut Gesetz möglich, wenn er der "nationalen Sicherheit" diene

Istanbul – Nach dem mutmaßlichen Anschlag in der türkischen Millionenmetropole Istanbul hat die Regierung eine Nachrichtensperre verhängt. Zur Begründung teilte die Medienaufsicht RTÜK am Dienstag mit, ein solcher Schritt sei laut Gesetz möglich, wenn er der "nationalen Sicherheit" diene.

Eine dpa-Reporterin wurde an der Absperrung daran gehindert, Fotos vom Ort der Detonation zu machen. Die Polizisten verlangten ihren Presseausweis, um ihn zu überprüfen. Eine Moderatorin von CNN Türk sagte, wegen der Nachrichtensperre könne der Sender nur noch eingeschränkt berichten.

Nach Informationen der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu gab es mindestens zehn Tote. 15 weitere Menschen seien verletzt worden. Ob unter den Opfern auch Österreicher waren, war zunächst noch unklar, hieß es aus dem Außenministerium auf Anfrage der APA. (APA,dpa, 12.1.2016)

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