Nordkorea: Atomwaffentest war "keine Provokation"

12. Jänner 2016, 10:15
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Pjöngjang will weiter Bombe mit großer Zerstörungskraft bauen

Pjöngjang – Der jüngste Atomwaffentest Nordkoreas war laut nord-koreanischer Führung nicht als Provokation gemeint. "Der Test sollte weder irgendjemanden 'bedrohen', noch irgendjemanden zu irgendeinem Zweck 'provozieren'", hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA.

Nordkorea hatte am 6. Jänner den Test einer Wasserstoffbombe verkündet und damit international Empörung hervorgerufen. Der Test sei ein unvermeidbarer Schritt gewesen auf dem "normalen Weg", den auch andere Staaten gingen, um eine Wasserstoffbombe zu entwickeln, hieß es in der KCNA-Meldung. Der Hauptzweck des Tests sei gewesen, die Sicherheit Nordkoreas gegen Angriffe feindlicher Streitkräfte zu erhöhen, unter anderem gegen Angriffe durch die US-Streitkräfte.

Test wird bezweifelt

Nordkoreanische Wissenschafter und Techniker seien "in Hochstimmung, Wasserstoffbomben von hunderten Kilo-und Megatonnen zu zünden, die in der Lage sind, auf einen Schlag das gesamte US-Territorium auszulöschen", hieß es weiter.

Der vierte Atomwaffentest Nordkoreas seit dem Jahr 2006 war vom UN-Sicherheitsrat scharf verurteilt worden. Atomexperten und die US-Regierung bezweifelten allerdings, dass es sich tatsächlich um den Test einer Wasserstoffbombe handelte. (APA,12.01.2016)

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