BMW 3er Touring: Zum Geburtstag viel Freud'

21. Jänner 2016, 09:42
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Weil die Zeit nicht stehen bleibt: Facelift für den 3er kurz vor dem 100. Geburtstag von BMW

Wien – Heute legen wir uns kurz auf die Couch und reflektieren über Prägungen. Freud trifft Freud'. Wie kommt es, dass einem ein Auto wie der 3er so liegt, von seinem ganzen Habitus? Spielt da eventuell der Zweizweier-Mythos aus der Kindheit mit? Der 2002, aus heutiger Sicht eine gemeingefährliche Heckschleuder, war damals Inbegriff verwegenen Sportsgeistes, ohne ein echter Sportwagen zu sein. Klingt vertraut, was? Vom 3er könnte man zudem behaupten: Kernbaureihe. Das sieht auch BMW so: "Herz der Marke."

foto: andreas stockinger
Der 3er-Touring ist so gut in Form, wie wir das selbst gerne wären.

Die Bayern sind inzwischen ja zum Vollsortimenter avanciert, mit Limos, Kombis, SUVs in jeder Größenordnung, neuerdings sogar mit zwei Vans, dazu noch die Submarke "i" und Mini. Und bei all den vielen Autos muss man sagen: kernkompetenter ist keiner. Der 3er passt wie ein Maßanzug. Wie auf die Haut geschnitten. Er ist ein bisschen elegant und seriös und bleibt dabei zielstrebig und draufgängerisch. Und soeben wurde er noch mal nachjustiert.

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Beladen lässt sich der Kombi auch durch die geöffnete Heckscheibe.

320d xDrive Touring klingt zwar sperrig, ist aber auch von der Nomenklatur sofort verständlich. Allradkombi mit 190 Diesel-PS, lautet die Ansage. Gut. Gemma rundum. Facelift? Wo bitte? Außen jedenfalls wurde nur im verschwindenden Detail verändernd eingegriffen. Gut so, denn der aktuelle 3er ist stilistisch stimmig.

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Der Arbeitsplatz ist BMW-typische fahrerorientiert

Aber halt, steht da nicht ein kleines M unter der A-Säule? Lässt schließen auf das M-Ausstattungspaket, und richtig: Drin wartet ein fettes M-Lenkrad, wie wir das mögen, und schon sind wir unterwegs. Der 3er lenkt präzise und direkt ein, das Fahrwerk wirkt straff mit Tendenz zur Souveränität. 190 PS leistet der in Steyr entwickelte und gebaute 2,0-Liter-Diesel, 400 Nm waren noch vor zehn Jahren ein schwer erreichbarer Wert, und was soll man sagen: ähnlich dynamisch vorwärtsorientiert wie der Wagen ist auch der Motor – und bleibt dabei doch ein knausriger Zeitgenosse. Trotz zügiger Fahrweise und Allradantrieb ergab sich ein Testverbrauch von 6,6 l / 100 km. Feines Auto. Gibt man ungern zurück. (Andreas Stockinger, 21.1.2016)

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Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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