Cholera: Bereits zehn Tote in weltgrößtem Flüchtlingslager

11. Jänner 2016, 11:44
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Tausend Menschen haben sich in Dadaab durch verunreinigtes Trinkwasser angesteckt

Nairobi – Bereits im November ist im kenianischen Flüchtlingslager Dadaab die Cholera ausgebrochen. Die Infektionskrankheit ist vermutlich durch Neuankömmlinge eingeschleppt worden. Tausend Menschen hätten sich seither angesteckt, sagt Osman Yussuf Ahmed vom UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR). Mindestens zehn Menschen sind bereits gestorben.

"Das wichtigste ist Hygiene", sagte Ahmed. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, werden im Lager Chlor versprüht und Seife ausgegeben. Cholera wird über verunreinigtes Trinkwasser übertragen bzw. wenn Abwasser- und Trinkwassersysteme nicht voneinander getrennt sind. Die Krankheit verursacht akuten Durchfall und starkes Erbrechen.

Dadaab ist mit rund 350.000 somalischen Flüchtlingen das größte Flüchtlingslager der Welt. Die Bewohner kamen in mehreren Wellen seit 1991, um Bürgerkrieg und Hungersnöten in ihrer Heimat zu entkommen. (APA, AFP, 11.1.2016)

  • 350.000 somalische Flüchtlinge leben in Dadaab
    foto: apa/afp/tony karumba

    350.000 somalische Flüchtlinge leben in Dadaab

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