Missbrauch und ein "Erzieher" im "Tatort" aus Konstanz: Top oder Flop?

Ansichtssache10. Jänner 2016, 18:46
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An einem Brandort wird eine halb verbrannte Leiche und ein junges Mädchen, offensichtlich verstört, kaum ansprechbar, aufgefunden. Olaf Reuter war der Bewohner des Hauses, und das Mädchen Rebecca wurde dort seit langem wie eine Sklavin gefangen gehalten. Kai Perlmann gelingt es, mit Rebecca zu sprechen, für sie ist er ihr neuer "Erzieher".

foto: orf/ard/johannes krieg

"Psychoterror – der streckenweise im Schongang daherkommt", urteilt dazu Christian Buß im "Spiegel".

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"Die Story ist zügig erzählt, Gro Swantje Kohlhof ist berührend. Dem Stück fehlt dennoch eine Tiefe, die es aus der Menge der Erzählungen über verlorene Kinder hervorheben würde. Rebeccas Traumatisierung ist teilweise nur Behauptung, denn man kann dann doch überraschend gut mit ihr reden, besonders Kai Perlmann (Sebastian Bezzel), den sie als ihren neuen Erzieher ansieht.", schreibt Holger Gertz in der "Süddeutschen Zeitung".

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Auch "Die Welt" ist angetan von der jungen Schauspielerin. "Sie ist sie derart intensiv, dass man sich Sorgen macht und anfängt, sie mit anstehenden Fernsehpreisen zu bewerfen. 21 ist Gro Swantje Kohlhof. Man wird ihr Gesicht nicht mehr los", heißt es dort in der TV-Kritik von Elmar Krekeler.

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Vorteilhaft sei "jener Twist, in dem Perlmann nolens volens zum "Erzieher" Rebeccas wird – und im Sinne der Ermittlungen seine Dominanz entdecken muss", so Roman Gerold im TV-Tagebuch des STANDARD. "Nicht zuletzt, weil das Mädchen erst siebzehn ist, entstehen hier etliche gute, nämlich ambivalente Momente."

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