Gastein: Team-Erfolg von Schöffmann/Payer

9. Jänner 2016, 15:27
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Erster ÖSV-Erfolg im Mixed-Rennformat

Bad Gastein – Mit einem österreichischen Heimsieg ist am Samstag der alpine Snowboard-Weltcup in Bad Gastein zu Ende gegangen. Das Kärntner Duo Sabine Schöffmann und Alexander Payer gewann im Parallelslalom-Teamevent, holte damit den ersten Saisonsieg für die ÖSV-Raceboarder und den ersten rot-weiß-roten Podestplatz überhaupt in diesem neuen Format, das zum dritten Mal ausgetragen wurde.

Das als Österreich II ins Rennen gegangene ÖSV-Tandem setzte sich im Finale gegen das mit Selina Jörg und Stefan Baumeister besetzte Team Deutschland II durch. Rang drei ging an das unter Russland II gestartete Ehepaar Alena Sawarsina/Vic Wild. Julia Dujmovits/Benjamin Karl waren im Viertelfinale in einem rein österreichischen Duell gegen Schöffmann/Payer ausgeschieden und landeten in der Endabrechnung auf Platz sieben. Marion Kreiner/Andreas Prommegger scheiterten im Achtelfinale an Jörg/Baumeister und belegten Rang zehn.

"Ein sensationelles Wochenende. Großes Lob an Alex und die Veranstalter, die wie immer ein perfektes Event organisiert haben", jubelte Schöffmann. Für Payer war es der erste Weltcupsieg seiner Karriere: "Dass mir das bei einem Heimrennen gelingt und noch dazu mit Sabine im Team, ist natürlich ein Traum."

Schöffmann hatte zuvor einen Weltcupsieg zu Buche stehen, dieser war ihr in der vergangenen Saison im Montafon gelungen. In Gastein war die 23-Jährige vor ihrem dritten Platz im Einzel-Parallelslalom am Freitag nicht über einen elften Rang (Parallelslalom 2013) hinausgekommen. "Ich glaube, ich habe mich versöhnt mit dem Hang. Ich weiß nicht, was anders war. Ich habe ein bisschen an der Linie gearbeitet in der letzten Woche, das hat gut geklappt", erklärte sie.

Von Payers Darbietung blieb speziell sein fulminantes Finish im Halbfinale hängen, in dem er bereits im Schnee gelegen war und Doppel-Olympiasieger Wild trotzdem noch abfing. "Es war wirklich lässig zum Fahren. Die Zuschauer waren cool, und gefahren bin ich auch noch gut", meinte der 26-Jährige.

Seiner Partnerin streute Payer Rosen. "Der Erfolg ist auch deshalb etwas Besonderes, weil ich mit Sabine schon seit Kindheitstagen zusammen Snowboard fahre", sagte er. "Es war schon von Beginn weg einfach eine Super-Harmonie da, und das ist, was man in so einem Rennen braucht. Da muss wirklich alles stimmen, nicht nur das Sportliche, sondern auch das Zwischenmenschliche."

Der nächste Snowboard-Weltcup steigt am 23. Jänner im slowenischen Rogla, wo der zweite Parallel-Riesentorlauf der Saison stattfindet. (APA, 9.1.2016)

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