Rumänien schaut genau auf OMV/Gazprom-Pläne

8. Jänner 2016, 19:23
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Energieminister spricht laut Agerpress vom Schutz nationaler Interessen wegen der OMV-Tochter OMV-Petrom mit Sitz in Bukarest

Wien/Bukarest/Moskau – Rumänien will nach den Worten seines Energieministers Victor Grigorescu einen angedachten Austausch von Vermögenswerten zwischen dem heimischen Energieriesen OMV und der russischen Gazprom ganz genau verfolgen. Das berichtete die rumänische Nachrichtenagentur Agerpress am Freitagabend. In Rumänien gehört der OMV die OMV-Petrom zu 51 Prozent.

Bei den OMV-Plänen zum Asset-Swap mit der Gazprom war kolportiert worden, dass die Raffinerien in Schwechat und im bayerischen Burghausen am Inn in eigene Gesellschaften ausgelagert werden könnten, um eine Beteiligung der Russen zu ermöglichen. Nur das Raffineriegeschäft in Rumänien der OMV-Petrom werde nicht angerührt werden, da das Land eine Gazprom-Beteiligung nicht zulasse, hieß es.

In Rumänien herrscht trotzdem offenbar etwas Nervosität zu den Plänen. Denn die zuständigen Behörden in Rumänien seien im Sinne des Schutzes nationaler Interessen im ständigen Dialog mit allen Unternehmen, die in den strategischen Bereichen des dortigen Energiesektor angehörten, sagte Grigorescu laut Agerpress weiters. Die OMV-Petrom sei ein erfolgreiches Unternehmen, das heuer wichtige Ziele bei seinen Tätigkeiten in Rumänien erreichen werde.

Petrom fördert Öl in Rumänien und Kasachstan. (APA, 8.1.2016)

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