Die 3-D-Brille der Gottesanbeterin

9. Jänner 2016, 13:23
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Wissenschafter studierten das Stereosehen des Insekts und setzten ihm eine Brille auf

Die Gottesanbeterin (Mantis) ist ein recht imposantes Insekt. Weibchen können gut 70-75 mm lang werden, Männchen sind um einiges kürzer. Typisch sind auch der dreieckige bewegliche Kopf, die langen hinteren Beinpaare zum Fortbewegen und die beiden vorderen Beinpaare zum Fangen der Beute.

Nun haben Wissenschafter der Universität Newcastle im Fachmagazin "Scientific Reports" eine Studie über die Stereopsis der Gottesanbeterin publiziert: Die Fähigkeit der räumlichen Wahrnehmung mit Tiefenschärfe. Bisher kamen Studien über dieses Stereosehen meist durch Versuche mit Wirbeltieren zustande.

foto: newcastle university

Die Wissenschafter haben der Gottesanbeterin zu diesem Zweck eine Mini-Discobrille aufgesetzt mit einem grünen und einem blauen 3-D-Glas. Rotes Licht ist für sie schlecht sichtbar. In einer Art Insekten-Kino zeigten die Forscher dem Tier Simulationen von Insekten in 2-D und in 3-D. Die Gottesanbeterin hat nur in 3-D reagiert und angegriffen – mit "erschreckender Effizienz", wie Hauptautorin Jenny Read konstatiert. (red, 9.1.2016)

  • Nein, die Gottesanbeterin sitzt nicht in der Sonne und macht auf cool. Ihr wurde nur eine 3-D-Brille aufgesetzt.
    foto: university newcastle

    Nein, die Gottesanbeterin sitzt nicht in der Sonne und macht auf cool. Ihr wurde nur eine 3-D-Brille aufgesetzt.

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