Cousteaus "Calypso" soll wieder flottgemacht werden

8. Jänner 2016, 12:47
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20 Jahre nach der Havarie des Forschungsschiffs lebt die Hoffnung auf ein Dasein als "Botschafter des Ozeans"

Brest – Das legendäre Schiff "Calypso" des französischen Meeresforschers Jacques-Yves Cousteau soll wieder seetüchtig gemacht werden. "Wir schätzen, dass es zwölf bis 18 Monate dauern wird, bis die 'Calypso' wieder fahren kann", erklärte der Verein L'Equipe Cousteau am 20. Jahrestag der Havarie der "Calypso". "Unser Ziel ist es, das Schiff komplett zu reparieren, damit es wieder zum Botschafter des Ozeans wird, wie es sein Kommandant wollte."

Historischer Hintergrund

Der 1997 verstorbene Cousteau hatte die "Calypso" Anfang der 1950er-Jahre gekauft. Vier Jahrzehnte lang unternahm er mit dem 42 Meter langen Schiff Fahrten über die Weltmeere und begeisterte mit seinen Filmen und Büchern über die Meereswelt ein Millionenpublikum. 1996 wurde die "Calypso" im Hafen von Singapur gerammt und dabei schwer beschädigt. Sie wurde behelfsmäßig wieder flottgemacht und nach Frankreich geschleppt.

Seit 2007 befindet sie sich in der bretonischen Stadt Concarneau. Die Reparatur wurde 2009 wegen eines heftigen Streits zwischen dem Verein L'Équipe Cousteau, dem das Schiff gehört, und der Werft Piriou über Umfang und Kosten der Arbeiten unterbrochen. Die Auseinandersetzung wurde auch vor Gericht ausgetragen.

Hoffnung für die Zukunft

Die "Calypso" soll nun binnen drei Monaten vermutlich mit einem Transportschiff aus dem Hafen von Concarneau gebracht und für die Reparatur in eine andere Werft gefahren werden. Die Equipe Cousteau erklärte, sie habe "großzügige und sehr motivierte internationale Förderer" für das Projekt gefunden. (APA, red, 8. 1. 2016)

  • Die "Calypso" auf einem Archivbild aus dem Jahr 2005.
    foto: apa/afp/derrick ceyrac

    Die "Calypso" auf einem Archivbild aus dem Jahr 2005.

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