Österreichs Außenhandel im Oktober unter Vorjahr

8. Jänner 2016, 10:36
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Im September gab es noch ein Plus – Stärkstes Minus gegenüber Drittstaaten wie China – Ausfuhren nach Russland halbiert

Wien – Nach Zuwächsen im September ist Österreichs Außenhandel im Oktober im Jahresabstand geschrumpft. Die Warenexporte gaben um 2,4 Prozent nach, die Importe um 2,6 Prozent. Für die ersten zehn Monate des Jahres verringerte sich dadurch das Plus bei den Ausfuhren auf 2,1 Prozent, bei den Einfuhren auf 1,4 Prozent. Mit China gingen die Im- und Exporte zurück, die Ausfuhren nach Russland halbierten sich.

Vor allem gegenüber Drittstaaten gab es im Oktober Einbußen im Außenhandel mit Waren, hier gingen die Exporte um 2,5 Prozent auf 3,52 Mrd. Euro und die Importe um 3,1 Prozent auf 3,33 Mrd. Euro zurück. Bei den Einfuhren aus China wurde im Oktober im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 4,8 Prozent auf 748 Mio. Euro registriert (Jänner bis Oktober zusammen +7,5 Prozent), bei den Ausfuhren ein Minus von 5,8 Prozent auf 286 Mio. Euro (Jänner bis Oktober -0,6 Prozent). Die Exporte nach Russland halbierten sich im Oktober, sie sackten um 50,9 Prozent auf 158 Mio. Euro, wie bei der Statistik Austria am Freitag auf APA-Anfrage zu erfahren war. Damit baute sich der Rückgang im Gesamtzeitraum seit Jänner auf 40,5 Prozent aus. Die Einfuhren aus Russland lagen dagegen im Oktober mit 205 Mio. Euro um 81,1 Prozent über Vorjahr, von Jänner bis Oktober waren es -1,9 Prozent.

Acht Milliarden Euro an Ausfuhren

Mit den EU-28 gaben die Ausfuhren Österreichs im Oktober um 2,3 Prozent auf 8,05 Mrd. Euro nach und die Einfuhren um 2,4 Prozent auf 8,29 Mrd. Euro. Insgesamt stand im Oktober ein Exportminus von 2,4 Prozent auf 11,57 Mrd. Euro und ein Rückgang der Importe um 2,6 Prozent auf 11,62 Mrd. Euro zu Buche.

Im Zeitraum Jänner bis Oktober wuchsen die heimischen Warenausfuhren insgesamt um 2,1 Prozent auf 109,16 Mrd. Euro, dabei in die EU-28 um ebenfalls 2,1 Prozent auf 75,30 Mrd. Euro und in Drittstaaten um 2,0 Prozent auf 33,86 Mrd. Euro. Die Warenimporte legten in den zehn Monaten um 1,4 Prozent auf 110,61 Mrd. Euro zu, darunter in die EU-28 um 0,4 Prozent auf 78,01 Mrd. Euro und in Drittstaaten um 3,9 Prozent auf 32,60 Mrd. Euro.

Das Defizit der Handelsbilanz belief sich in den ersten zehn Monaten auf 1,45 Mrd. Euro, nach 2,19 Mrd. Euro in der Vorjahresperiode. Gegenüber EU-Staaten lag das Handelsbilanzdefizit von Jänner bis Oktober bei 2,71 Mrd. Euro. Mit Drittstaaten ergab sich dagegen ein Handelsbilanzaktivum von 1,26 Mrd. Euro, es wurden also mehr Waren in Drittstaaten exportiert als von dort importiert. Im Oktober war die Handelsbilanz mit 0,04 Mrd. Euro im Minus; im einzelnen gab es 0,24 Mrd. Euro Defizit mit EU-Staaten und 0,19 Mrd. Euro Überschuss mit Drittstaaten. (APA, 8.1.2016)

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