Erneuter Produktrückruf: Ungarische Salami bei Hofer

8. Jänner 2016, 10:16
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Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit hat in Ungarischer Salami von Hofer EHEC-Bakterien entdeckt

In einer Probe des Produktes Frauentaler Ungarische Salami mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 6.1.2016 wurden Enterohämorrhagische E. coli Bakterien nachgewiesen, teilt die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) mit.

Die von der Firma Sorger Wurst- und Schinkenspezialitäten GmbH erzeugte und über die Firma Hofer KG vertriebenen Wurst wurde sofort aus dem Sortiment genommen. Der Verzehr kann Brechdurchfall auslösen. Für besorgte Konsumenten wurde eine Hotline unter der Nummer 0664/3714553 eingerichtet.

Es ist bereits der zweite Rückruf eines Wurstproduktes innerhalb einer Woche. Vor vier Tagen waren in Proben von "Gutessa Hauswürstel nach Kärntner Art, 275 g" und "Hauswürstel nach Kärntner Art mit Knoblauch 275 g" des Herstellers Karneta EHEC-Bakterien entdeckt worden. (red, 8.1.2016)

Was ist EHEC?

Escherica Coli sind Bakterien, die Bestandteil der menschlichen Darmflora sind. Sie können dann krankmachen, wenn sie aus dem Darm in andere Körperregionen (Harnwege, Blase, Galle) gelangen.

Allerdings gibt es von E. coli-Bakterien unterschiedliche Stämme mit unterschiedlichen Eigenschaften. Einer davon ist der Verotoxin bildende E. Coli-Stamm (VTEC), der auch als enterohämorrhagischer E.coli-Stamm (EHEC) bezeichnet wird. Er bildet unter bestimmten Bedingungen Toxine, die beim Menschen schwere Durchfallerkrankungen auslösen können.

Die Bakterien sind empfindlich gegenüber Hitze, überleben aber in gefrorenen Lebensmitteln und im sauren Milieu. Die Bakterien werden durch faschiertes Rindfleisch, Mettwurst, Salami, Rohmilch, nicht-pasteurisierten Apfelsaft übertragen. Die für eine Infektion erforderliche Menge an Bakterien ist mit 100 Keimen sehr gering.

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