Ermittlungen gegen 1.500 mutmaßliche Helfer der kolumbianischen Guerilla

8. Jänner 2016, 06:38
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Mindestens 100 Staatsbedienstete verdächtigt

Bogota – Die kolumbianische Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen der Unterstützung der Guerillaorganisation FARC und anderer bewaffneter Gruppen gegen 1.500 Menschen. Die mutmaßlichen Kollaborateure hätten die Rebellen finanziert, sagte der stellvertretende Generalstaatsanwalt Jorge Perdomo am Donnerstag. Damit hätten sie zu Morden, Entführungen und Vertreibungen beigetragen.

Unter den Verdächtigen seien auch mindestens 100 Staatsbedienstete. Die Ermittlungsakten sollen demnach nun dem Sondertribunal übergeben werden, auf das sich die Regierung und die FARC bei ihren Friedensverhandlungen verständigt hatten.

Bis Ende März wollen die Konfliktparteien ein Friedensabkommen unterzeichnen und den seit Jahrzehnten andauernden Bürgerkrieg mit bisher über 220.000 Toten beilegen. (APA/dpa, 8.1.2016)

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