CES: Windows 10 kommuniziert mit der Samsung-Waschmaschine

7. Jänner 2016, 21:50
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Samsung lieferte auf der CES eine "internet der Dinge"-Leistungsschau

Das vernetzte Zuhause, in dem sich Haustechnik über das Internet steuern lässt und miteinander kommuniziert, ist keine Zukunftsvision mehr. Heizungsregler, Rauchmelder, Steckdosen, Glühbirnen, Waschmaschinen, Türschlösser – alles Mögliche wird mit einem Online-Zugang versehen. "Die Zukunft ist jetzt", sagte der für das Internet der Dinge zuständige Samsung-Manager WP Hong in seiner Keynote auf der diesjährigen Eletronikmesse CES in Las Vegas. Als Beleg lieferte der südkoreanische Konzern dafür auch gleich eine Leistungsschau.

Wann ist die Wäsche fertig

So zeigte Terry Myerson, bei Microsoft zuständig für Windows 10, wie das Betriebssystem mit einer Waschmaschine kommunizieren kann. So konnte die Sprachassistentin Cortana die Frage beantworten, wann die Wäsche fertig sein wird. Ergänzend wusste sie auch wer im Haushalt die meiste Zeit vor dem Fernseher sitzt und wer wie oft den Kühlschrank öffnete. Die dafür notwendigen Programme steuerte Microsoft bei.

In den letzten Monaten haben Samsung und Microsoft ihre Partnerschaft intensiviert. So stellte Samsung auf der CES mit dem Tablet Galaxy TabPro S ein schlankes Windows-10 Tablet vor. Schon seit einigen Monaten finden sich vorinstallierte Microsoft-Apps auf den Android-Handys von Samsung.

BMW

Als weiterer gewichtiger Partner von Samsung präsentierte Steven Althaus von BMW, wie man von einem Auto aus, Geräte in der Wohnung steuern kann. "Das Smart-Home und das Smart Car wachsen zusammen", so Althaus.

Offene Standards und Sicherheit

Um das vernetzte Heim weiter voranzubringen, seien vor allem offene Standards und Sicherheit unverzichtbar, sagte Hong. Sicherheit soll die von Samsung entwickelte Sicherheits-Plattform Knox liefern. So sind alle aktuellen TV-Geräte bereits mit Sicherheitsfeatures, wie Verschlüsselung , bestückt.

Fernseher als Herzstück

Überhaupt will Samsung Fernseher als Herzstück im vernetzten Zuhause etablieren. Käufer eines aktuellen Modells sollen kostenlos einen USB-Stick erhalten, der dafür sorgt, dass man über das TV-Gerät bis zu 200 verschiedene "Smart Home"-Geräte steuern kann – vom Baby-Monitor bis hin zur Lichtanlage. Ein zusätzliches Gerät für die Steuerung etwa von Garagentor, Hausbeleuchtung oder Heizung könnte damit überflüssig werden. Mobil steuern lasse sich das smarte Zuhause weiter mit dem Smartphone.

Kühlschrank

Bei den Haushaltsgeräten unternahm Samsung erneut einen Anlauf, einen vernetzten Kühlschrank, der nicht nur Lebensmittel kühlt, auf dem Markt zu positionieren.

foto: ap
Der vernetzte Kühlschrank.

Die Geräte sollen im Haushalt als digitale Kommunikationszentrale dienen und mit Hilfe von Mastercard und ausgewählten Onlinediensten den Einkauf organisieren. Surfen kann man damit auch. (sum, 7.1. 2015)

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