OMV meldet Kauf von 66 Hofer-Tankstellen bei Wettbewerbshütern an

7. Jänner 2016, 17:10
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Deal bereits im Dezember bekannt gegeben – Signa Holding und Salzburger Unternehmer Friesacher verkaufen 66 Diskont-Tankstellen an Hofer-Parkplätzen an OMV

Wien/Salzburg – Der österreichische Mineralölkonzern OMV will in Zeiten des Ölpreisverfalls seine Marktposition am heimischen Tankstellenmarkt stärken. Die OMV hat am Donnerstag den bereits Anfang Dezember bekannt gegebenen Kauf von 66 Hofer-Tankstellen der FE-Trading bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) angemeldet. Über 340 OMV-Tankstellen für Privatkunden gibt es in Österreich vor der geplanten Übernahme.

An der FE-Trading hält seit 2010 die Signa Holding des Tiroler Immobilieninvestors Rene Benko 50 Prozent, 26 Prozent gehören dem Salzburger FE-Trading-Gründer und Ex-Rennfahrer Markus Friesacher mit seiner AP Trading, fünf Prozent Stephan Pröll, Sohn des niederösterreichischen Landeshauptmanns Erwin Pröll (ÖVP), und 12,5 Prozent dem Wiener Wirtschaftstreuhänder Ernst Burger. Laut FirmenCompass gehören Elisabeth Eder weitere 5 Prozent und 1,5 Prozent entfallen auf Andreas Glatz.

Die FE-Eigentümer verkaufen ihre 66 Diskonttankstellen, die an Parkplätzen der Supermarktkette Hofer in Österreich angesiedelt sind, zu einem bisher nicht genannten Preis an die OMV. Verkauft werden auch noch sechs Tankstellen in Slowenien. "Der Deal ist eine Sensation. Ich hatte auch gute Angebote aus dem Ausland. Die beste Lösung für mich und Hofer war das Angebot der OMV", erklärte Friesacher im Dezember. "Auch der Firmensitz bleibt in Anif bei Salzburg, die Mitarbeiter bleiben alle gleich, und der Marktauftritt nach außen ändert sich nicht", hieß es damals.

Im Jahr 2009 hatte Friesacher mit seiner FE-Trading die erste Hofer-Diskont-Tankstelle in Salzburg eröffnet und seither österreichweit in zahlreiche weitere Standorte zur Errichtung der "Automaten"-Tankstellen investiert. Medien bezeichneten ihn als "Billigbenzin-Pionier". Der Umsatz der FE-Trading betrug laut FirmenCompass im Jahr 2014 mit 19 Beschäftigten rund 202 Mio. Euro. Aktuellere Zahlen liegen nicht vor. (APA, 7.1.2016)

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