Von Eintöpfen und harten Gesäßen

7. Jänner 2016, 15:30
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Am Freitag Südstaaten-Party "Gumbo" im Wiener Espresso, am Samstag "Can you dig it" im Wiener Café Leopold und "Renaissance" in Feldkirch

Akustische Schärfe aus dem Süden der USA serviert am Freitag das Espresso in der Wiener Burggasse. Im Rahmen der monatlichen Partyreihe "Gumbo" dreht sich der Abend um Musik aus New Orleans – der Name der Veranstaltung bezieht sich auf ein traditionelles Eintopfgericht aus der Region. Dementsprechend übt man sich auch in üppiger stilistischer Vielfalt, die vor allem die 1940er- bis 1960er-Jahre umfasst, und dabei auf Rhythm 'n' Blues ebenso setzt wie auf Cajun, frühen Rock 'n' Roll, aber auch Gospel, Mambo und einen Ausflug ins karibische Fach bringt. Hinter den Plattenspielern stehen Klubmacher Dent sowie Gast-DJ Earl Grey, der die Sache insbesondere in Richtung Ska und Soul drehen wird.

Um globale Musikmuster geht es am Samstag auch im Wiener Café Leopold. Im Rahmen des sechsten Geburtstags von "Can you dig it" ist mit Joao Barbosa alias Branko der Kopf der portugiesischen Elektronik-Berserker Buraka Som Sistema als DJ geladen. Das Kollektiv bedient sich vor allem bei der angolanischen Kuduro-Musik – einer Melange aus Sprechgesang, Beats und traditioneller afrikanischer Musik, die ab den 1980er-Jahren entstand. Übersetzt bedeutet Kuduro so viel wie "harter Arsch" und bedarf damit gar keiner näheren Ausführung mehr.

In Vorarlberg übt man sich am Samstag im Zuge der Klubreihe "Renaissance" in Techno und House der alten Schule. Die im Feldkircher Rauch Club abgehaltene Party versteht sich als Gegenentwurf zur Beliebigkeit des elektronischen Mainstreams. Dabei dürfen die Genregrenzen auch verschwimmen, sofern die Beats einen gewissen Tiefgang versprechen. An den Decks stehen dieses Mal Incommodity und Pawel Danzig. (lux, 7.1.2016)

Wien: 8. 1. Espresso, 21.00, 9. 1. Café Leopold 22.00
Feldkirch: 9. 1. Rauch Club, 21.00

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