Oculus-Gründer rechtfertigt hohen Preis der VR-Brille: "Obszön billig"

7. Jänner 2016, 11:32
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Die Virtual-Reality-Brille kommt um 700 Euro auf den Markt – für viele Gamer zu teuer

Der Preis der Oculus Rift hat für Erstaunen gesorgt – im negativen Sinn. Die Virtual-Reality-Brille wird in Europa 700 Euro kosten, in den USA rund 600 Dollar. Die Ankündigung ließ Gamer verärgert zurück. Oculus-Gründer Palmer Luckey versucht nun die Preisentscheidung zu rechtfertigen.

"Obszön billig"

"High-End-VR ist teuer, aber die Rift ist obszön billig für das, was sie ist", schrieb Luckey auf Twitter. Das Unternehmen verdiene nichts an der Hardware. Zudem kritisieren interessierte Kunden, dass sie im Bundle für einen Xbox-Controller zahlen müssen, den sie eventuell schon zu Hause haben. Laut Luckey kostet der Controller das Unternehmen jedoch fast nichts. "Verkauft ihn mit Gewinn, wenn ihr ihn nicht wollt", lautet sein Vorschlag für verärgerte Nutzer.

Luckey stellte sich auch den Fragen von Reddit-Nutzern. Dort gestand er ein, dass er Fehler in der Kommunikation des Preises gemacht habe. Anfang 2015 hatte Oculus angekündigt, dass die Brille zusammen mit einem geeigneten PC rund 1.500 Dollar kosten solle. Der PC sei an diesem Gesamtpaket die teuerste Komponente. Viele Medien hatten berichtet, dass die Rift alleine so teuer sein werde. Im Oktober hatte Luckey angekündigt, dass die Brille mehr als 350 Dollar kosten werde – damit war jedoch das Development Kit 2 für Entwickler gemeint. Die Consumer-Version sei hochwertiger. Für die verwirrenden Aussagen entschuldigt er sich.

Es sei unmöglich, alle zufriedenzustellen, schreibt Luckey in einem weiteren Tweet. Oculus werde fortsetzen, was Virtual Reality langfristig gesehen erfolgreich mache, sowohl im High-End- als auch im Low-End-Bereich.

Nicht in Österreich

Für Gamer und VR-Interessierte in Österreich spielen diese Preise allerdings ohnehin noch keine Rolle. Denn hierzulande wird die Brille offiziell nicht ausgeliefert. Wer dennoch eine bestellen will, kann sie sich mit Diensten wie Logoix und Buybuy zustellen lassen. Dafür fallen allerdings weitere Gebühren an. (br, 7.1.2016)

  • Die Oculus Rift ist für Gamer ein teurer Spaß. Für Unternehmensgründer Palmer Luckey ist sie jedoch "obszön billig".
    foto: apa/epa/ole spata

    Die Oculus Rift ist für Gamer ein teurer Spaß. Für Unternehmensgründer Palmer Luckey ist sie jedoch "obszön billig".

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