Weltweite Solidarität mit zum Tod verurteiltem Dichter Fayadh

7. Jänner 2016, 11:01
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Palästinenser soll in Saudi-Arabien wegen Gedichten hingerichtet werden, eine Lesung in Wien will auf ihn aufmerksam machen

Wien – Der österreichische Pen-Club beteiligt sich an der weltweiten Solidaritätsaktion für den palästinensischen Dichter Ashraf Fayadh. Er wurde im Vorjahr von einem Gericht in Saudi-Arabien wegen Abfalls vom muslimischen Glauben zum Tod verurteilt. Am 13. Jänner sollen Lesungen auf der ganzen Welt auf sein Schicksal aufmerksam machen, auch in Wien.

Hier werden im Presseclub Concordia österreichische Autoren "inkriminierte literarische Texte ihrer bedrohten, verfolgten, eingesperrten und vom Tod bedrohten Kollegen lesen", hieß es am Donnerstag. Die Veranstaltung wird auch von der IG Autorinnen Autoren und der Grazer Autorenversammlung unterstützt. "Wer Wissen begrenzt, verhindert die Suche nach Wahrheit und erlaubt weder abweichendes noch eigenständiges Denken und Handeln", hieß es in der Ankündigung.

Dem 35-jährigen Fayadh wurden von dem Gericht auch Gotteslästerung und Förderung des Atheismus durch seine Gedichtsammlung "Befehle verinnerlicht" vorgeworfen. Bereits im Mai 2014 wurde der liberale Autor Raif Badawi in Saudi-Arabien zu 1.000 Peitschenhieben und zehn Jahren Gefängnis verurteilt, was international auf Proteste stieß. (APA, 7.1.2016)

Link
Der österreichische PEN-Club

Veranstaltung

Poesie als Verbrechen
Verfolgte Autor/inn/en – Inkriminierte Texte

Am 13. Jänner, um 19 Uhr im Presseclub Concordia, 1010 Wien, Bankgasse 8.

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    foto: instagram account of ashraf fayadh via ap

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