Schlappe für Tierschützer: Affe hat laut US-Gericht kein Urheberrecht auf Selfies

7. Jänner 2016, 10:44
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Die Tierschutzorganisation Peta hatte eine Klage im Namen des Makaken Naruto eingereicht

Seit über einem Jahr dauert der Streit um das Urheberrecht an dem Foto eines Affen bereits an. Wem gehört es? Dem Affen oder dem Kamerabesitzer David Slater? Peta wollte daraufhin das Recht für den Affen erkämpfen und reichte 2015 Klage ein. Damit scheiterte die Tierschutzorganisation nun allerdings vor Gericht.

Affe drückte auf Kamera herum

Laut Peta handelt es sich bei dem Affen um den Makaken Naruto. In seinem Namen reichte die Organisation Klage gegen Slater und die Publishing-Plattform Blurb ein. Der Fotograf sieht sie Rechte an den Fotos bei sich. 2011 hatte der Affe durch Herumdrücken auf der Kamera selbst Fotos ausgelöst, während Slater die Kamera kurz unbeaufsichtigt ließ. Das Affen-Selfie wurde daraufhin im Netz bekannt.

Ein Gericht in San Francisco entschied nun, dass der Affe nicht die Rechte an den Selfies habe. Laut dem US Copyright Office hat auch der Fotograf keinen Anspruch auf Aufnahmen, die "durch Natur, Tier oder Pflanzen" entstanden sind.

Frage für den Kongress

Ob Tiere grundsätzlich Urheberrechte an von ihnen produzierten Werken besitzen können, sei eine Frage, mit der sich der Kongress und der Präsident auseinandersetzen müssten, sagte der Richter laut "Ars Technica". Sein schriftliches Statement folgt später. Peta kann danach noch eine abgeänderte Klage einreichen. (red, 7.1.2016)

  • Laut einem US-Gericht ist Affe Naruto nicht der Urheber seiner Selfies.

    Laut einem US-Gericht ist Affe Naruto nicht der Urheber seiner Selfies.

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