Trump will empörten Briten Investitionen entziehen

7. Jänner 2016, 08:57
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Britisches Parlament befasst sich mit Einreiseverbot wegen der "Hassreden" des US-Milliardärs

Washington/London – Der US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump droht damit, im Fall eines Einreiseverbots nicht mehr in Großbritannien zu investieren. Er werde geplante Investitionen in Höhe von 700 Millionen Pfund (950 Millionen Euro) sofort zurückziehen und auch alle zukünftigen Investitionen streichen, erklärte ein Sprecher des Milliardärs am Mittwoch.

Mit einem Einreiseverbot würde Großbritannien einen "gefährlichen Präzedenzfall" schaffen und der Welt die "schreckliche" Botschaft vermitteln, dass es freie Meinungsäußerung ablehne und nicht an Investitionen aus dem Ausland interessiert sei.

Trump hatte Anfang Dezember ein Einreiseverbot für Muslime in die USA gefordert und damit auf einen Anschlag im kalifornischen San Bernardino regaiert, bei dem ein offenbar radikalislamisches Ehepaar 14 Menschen getötet hatte.

Petition gegen Trumps "Hassreden"

In Großbritannien hatte Trumps Forderung für große Empörung gesorgt. Mehr als 570.000 Briten unterzeichneten eine Onlinepetition, die wegen seiner "Hassreden" ein Einreiseverbot für den Milliardär verlangt. Am 18. Jänner wird sich das Parlament mit der Forderung befassen.

Die schottische Regierung stellte bereits ihre Zusammenarbeit mit Trump in dem Wirtschaftsnetzwerk Global Scot ein und erklärte, er sei "nicht länger geeignet", für Schottland zu werben. Die Universität von Aberdeen entzog ihm die Ehrendoktorwürde. Der britische Premierminister David Cameron kritisierte Trumps Äußerungen als "spaltend, dumm und falsch". Er sprach sich aber gegen ein Einreiseverbot aus. (APA, 7.1.2016)

  • Donald Trump legt sich mit Großbritannien an.
    foto: reuters/brian snyder

    Donald Trump legt sich mit Großbritannien an.

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