Venezuelas Präsident Maduro baute Kabinett um

7. Jänner 2016, 06:18
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Nach Mehrheit für Konservative im neuen Parlament

Caracas – Angesicht eines feindlich gesinnten Parlaments und drängender Wirtschaftsprobleme hat der venezolanische Präsident Nicolas Maduro seine Regierungsmannschaft umgebaut. Einen Tag nach der konstituierenden Sitzung der Nationalversammlung, in der jetzt die Opposition die Mehrheit hat, stellte der sozialistische Staatschef am Mittwoch sein neues Kabinett vor.

Veränderungen gab es vor allem in den wirtschaftsnahen Ressorts, wie die staatliche Nachrichtenagentur AVN berichtete. Maduro ernannte Rodolfo Medina zum Finanzminister sowie Eulogio Del Pino als Chef der staatlichen Ölgesellschaft PDVSA sowie als Ölminister. Außerdem schuf Maduro ein neues Ministerium für Außenhandel und Investitionen.

Zuletzt hatte der Präsident einen Notfallplan für die darbende Wirtschaft des südamerikanischen Landes angekündigt. Vor allem der Einbruch des Ölpreises macht Venezuela zu schaffen, in den Geschäften fehlen immer wieder Dinge des täglichen Bedarfs. Unabhängige Experten gehen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr um neun Prozent geschrumpft ist. Die Inflationsrate schätzen sie auf rund 200 Prozent. (APA, 7.1.2016)

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