Kritik nach Experiment: Facebook soll App-Absturz simuliert haben

6. Jänner 2016, 12:58
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Verbindungsprobleme vorgetäuscht, um Treueverhalten der Nutzer zu überprüfen

Facebook soll seine eigene App absichtlich für einige Stunden deaktiviert haben, um die Reaktion seiner Nutzer zu überprüfen. Der IT-Konzern habe wissen wollen, ob Menschen als Alternative auf andere Anwendungen ausweichen oder die Facebook-Webseite mobil ansurfen, berichtet das Magazin "The Information". Ergebnis der Untersuchungen: Nutzer blieben Facebook treu – egal, wie lang die App ausgefallen war.

Nicht erstes Experiment

Der Test soll mehrere Jahre zurückliegen und nur ein Mal stattgefunden haben. Facebook wollte den Bericht von "The Information" nicht kommentieren. Allerdings geriet das soziale Netzwerk bereits in der Vergangenheit wegen dubioser Experimente mit Nutzern unter Druck. So veränderte Facebook vor zwei Jahren die Timeline einiger Nutzer, um Auswirkungen auf deren emotionalen Zustand auszutesten. Nach Bekanntwerden des Experiments entschuldigte sich Facebook dafür.

Angst vor Google

Hintergrund des Ausfall-Tests sollen Befürchtungen sein, Google könnte die Facebook-App aus seinem Store schmeißen, um eigene Produkte zu promoten. Facebook denkt, dass Google durch seine Konkurrenz im Werbesegment zu solchen Schritten fähig wäre. (red, 6.1.2016)

  • Facebook soll Verbindungsprobleme simuliert haben
    foto: reuters/ruvic

    Facebook soll Verbindungsprobleme simuliert haben

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