Österreicher spitzen auf Tagessieg in Bischofshofen

5. Jänner 2016, 18:36
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Hayböck als Qualifikations-Dritter bester ÖSV-Athlet – Topfavorit Prevc erneut stark – Freund verzichtete – Diethart verpasst Konkurrenz

Bischofshofen – Der Norweger Kenneth Gangnes hat in der Qualifikation für das Skispringen in Bischofshofen, den vierten Bewerb der Vierschanzentournee (17.00 Uhr/live ORF eins), den besten Sprung gezeigt. Gangnes, in der Gesamtwertung auf Platz drei, landete am Dienstag bei 138,5 m. Hinter Tournee-Spitzenreiter Peter Prevc (137,5) klassierte sich Michael Hayböck mit 136 m als bester Österreicher auf Rang drei. Der Tournee-Zweite Severin Freund trat zur Qualifikation nicht an.

Der ebenfalls vorqualifizierte Stefan Kraft wurde Zehnter. Insgesamt schafften zehn ÖSV-Adler den Sprung in den Hauptbewerb. Von den angetretenen Rot-weiß-roten einzig nicht dabei ist Thomas Diethart. Der Tournee-Sieger von 2014 war für den nach schwachen Resultaten aus dem Bewerb genommenen Gregor Schlierenzauer nominiert worden, verpasste nach einem Satz auf nur 115 m allerdings den Bewerb.

Freund trifft im K.o.-System des ersten Durchgangs nun auf Gangnes. Hayböck bekommt es mit Landsmann Elias Tollinger, Kraft ebenfalls in einem ÖSV-internen Duell mit Philipp Aschenwald zu tun.

Für Hayböck geht es am Mittwoch um den dritten Gesamtrang, Gangnes liegt 1,2 Punkte vor dem Oberösterreicher. Als Vorjahrssieger kam er mit der Paul-Außerleitner-Schanze gleich wieder sehr gut zurecht, für den Bewerb sieht er aber noch Reserven. "Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit dem Sprung noch nicht ganz", erklärte der 24-Jährige.

Im Rennen um den Tagessieg

Auch Kraft, der Tourneesieger von 2015, stellte Cheftrainer Heinz Kuttin an dessen 45. Geburtstag zufrieden. Nachdem er im Training sogar auf 140 m gesegelt war, begnügte sich der 22-jährige Lokalmatador mit 132,5 m. "Ich war beim Absprung etwas zu früh dran, das passiert mir hier nur ganz selten", sagte er.

Kuttin sieht seine zwei Topspringer durchaus im Kreis der Favoriten auf den Tagessieg. "Die Burschen haben gezeigt, was möglich ist", sagte der Kärntner. "Wir versuchen das Beste, mit der tollen Stimmung haben wir noch besseren Aufwind."

Bischofshofen ist für den ÖSV erfolgsträchtigste Tournee-Station. Bisher gab es 23 Siege, je zwei durch Andreas Goldberger, Andreas Widhölzl, Thomas Morgenstern und den diesmal fehlenden Gregor Schlierenzauer.

Freund angeschlagen

Prevc geht als Topfavorit auf den Gesamtsieg ins Finale. Der 23-jährige führt mit 19,7 Punkten Vorsprung auf Freund und hat damit beste Chancen auf den ersten Tourneesieg eines Slowenen seit Primoz Peterka 1996/97. Der Deutsche musste nach seinem Sturz im Probedurchgang von Innsbruck das Training auslassen. "Der Ruhetag hat nicht ausgereicht, um ihn sprungfertig zu machen", sagte DSV-Trainer Werner Schuster, der dem Weltmeister eine weitere Pause gönnte. Freund hat schmerzhafte Prellungen am ganzen Körper erlitten.(APA/red, 5.1.2015)

Qualifikations-Ergebnisse Bischofshofen:

1. Kenneth Gangnes (NOR) 144,4 Punkte (138,5 Meter) – 2. Peter Prevc (SLO) 144,1 (137,5) – 3. Michael Hayböck (AUT) 140,9 (136) – 4. Andreas Wellinger (GER) 135,2 (135,5) – 5. Noriaki Kasai (JPN) 132,9 (134) – 6. Roman Koudelka (CZE) 132,6 (133) – 7. Johann Andre Forfang (NOR) 132,3 (131,5) und Joachim Hauer (NOR) 132,3 (137,5).

Weiter: 10. Stefan Kraft 131,1 (132,5) – 19. Manuel Poppinger 118,9 (125) – 24. Manuel Fettner 113,5 (125) – 41. Philipp Aschenwald 102,8 (120) – 42. Markus Schiffner 102,2 (119) – 44. Andreas Kofler 98,9 (115) – 45. Clemens Aigner 98,2 (116,5) – 46. Florian Altenburger 98,0 (117) – 48. Elias Tollinger 97,5 (117,5).

Nicht qualifiziert: 54. Thomas Diethart 94,6 (115).

K.o.-Duelle im ersten Wertungsdurchgang am Mittwoch: Freund – Gangnes, P. Prevc – Anze Semenic (SLO), Hayböck – Tollinger, Altenburger – Kasai, Aigner – Koudelka, Kofler – Forfang, Schiffner- Jakub Janda (CZE), Kraft – Aschenwald, Poppinger- Dawid Kubacki (POL), Fettner – Taku Takeuchi (JPN)

  • Kenneth Gagnes geht auf der Paul-Ausserleitner-Schanze ein Licht auf.
    foto: apa/afp/cizek

    Kenneth Gagnes geht auf der Paul-Ausserleitner-Schanze ein Licht auf.

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