Burundis Regierung verweigert Teilnahme an Friedensgesprächen

5. Jänner 2016, 18:20
1 Posting

Absage an Verhandlungen mit "gewaltsamen Oppositionsgruppen"

Bujumbura – Burundis Regierung hat ihre Teilnahme an internationalen Friedensgesprächen zur Beilegung der Krise in dem ostafrikanischen Land abgesagt. Die Einladung von "gewaltsamen Oppositionsgruppen" zu den Gesprächen im tansanischen Arusha am Mittwoch sei nicht akzeptabel, erklärte das Außenministerium in Bujumbura am Dienstag. Diese "Unregelmäßigkeiten" müssten erst beseitigt werden, hieß es weiter.

Das arme ostafrikanische Land steckt seit April in einer Krise. Auslöser war das Bestreben des Präsidenten Pierre Nkurunziza, sich trotz einer gesetzlichen Begrenzung auf zwei Amtszeiten ein weiteres Mandat zu sichern.

Gewalttaten

Seither kommt es immer wieder zu Gewalttaten. Menschenrechtlern zufolge wurden mehrere Hundert Regierungsgegner von Sicherheitskräften getötet. Ende Dezember hatten sich die verfeindeten Parteien erstmals in Uganda zu Gesprächen getroffen.

Fast eine Viertelmillion Menschen sind seit Krisenbeginn aus Angst vor einer weiteren Eskalation in Nachbarländer geflohen. In dem Land mit rund elf Millionen Einwohnern ging erst vor einem Jahrzehnt ein Bürgerkrieg zwischen der Hutu-Mehrheit und der Tutsi-Minderheit mit 300.000 Toten zu Ende. (APA, 5.1.2016)

Share if you care.