Insider: Galaxy S7 wasserdicht und mit Micro-SD-Slot

5. Jänner 2016, 11:01
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Samsung soll seinem Android-Flaggschiff auch einen größeren Akku spendieren

Der koreanische Hersteller Samsung hat mit dem Galaxy S6 und S6 Edge einen radikalen Schritt weg vom bisherigen Design seines Smartphone-Flaggschiffs gemacht. Das Kunststoffgehäuse des Android-Handys wich Glas und Aluminium, Speichererweiterung und austauschbarer Akku fielen einem verschlossenen Gehäusekonzept zum Opfer.

Das sorgte dafür, dass die Geräte stärker als Bestandteil des "Premium"-Segments wahrgenommen wurden, verärgerte aber auch einige Nutzer, die eben jene Features bisher geschätzt hatten. Insiderangaben zufolge wird Samsung mit dem Galaxy S7 nun einen Schritt zurück machen.

S7 ohne austauschbaren Akku, aber mit Micro-SD-Slot

Wie eine mit den Plänen des Konzerns vertraute Person gegenüber Venturebeat zu Protokoll gab, soll das nächste Galaxy-S-Smartphone wie auch das S5 wasserdicht sein. Und auch einen Micro-SD-Slot soll es wieder geben. Dieser soll eine Erweiterung um bis zu 200 GB ermöglichen.

Ein austauschbarer Akku steht offenbar nicht auf der To-do-Liste des Herstellers, allerdings soll der Akku von S7 und S7 Edge in Hinkunft deutlich mehr Kapazität bieten. Im S7 soll künftig ein 3.000-mAh-Akku, im S7 Edge ein 3.600-mAh-Akku stecken, die Vorgängermodelle waren mit 2.550 bzw. 2.600 mAh ausgekommen. Die Ladezeit per Wireless Charging soll bei zwei bzw. 2,2 Stunden liegen.

Während beim S7 das 2K-Display (2.560 x 1.440 Pixel) unverändert eine Diagonale von 5,1 Zoll aufweisen wird, soll die Edge-Version diesmal mit einem 5,5-Zoll-Panel nebst bekannter Krümmungen im Seitenbereich auf den Markt kommen.

Exynos 8 und Snapdragon 820 im Gespräch

Für ausreichend Performance soll Samsungs eigener Exynos-8-Octa-8890-Chip sorgen, ein Prozessor, der mit zwei Vier-Kern-Arrays arbeitet. Vier starke Kerne mit Maximaltakt von 2,3 GHz sind dabei für rechenintensive Aufgaben zuständig, vier sparsamere Kerne mit bis zu 1,6 GHz für weniger anspruchsvolle Tätigkeiten.

Nicht ausgeschlossen ist allerdings, dass Samsung für manche Regionen auf Qualcomms Snapdragon 820 zurückgreifen wird, was auch frühere Berichte in den Raum stellen. Unabhängig vom Markt sollen alle S7-Modelle mit 4 GB RAM ausgestattet sein, dazu wird es anscheinend zwei Wahlmöglichkeiten hinsichtlich der Größe des internen Speichers geben: 32 und 64 GB.

Ein weiteres Merkmal, mit dem das Galaxy S5 bereits aufwartete, soll zudem zurückkehren: Wasserdichtigkeit. Das S7 soll gemäß IP67-Standard abgesichert sein. Laut Schutzklassenbeschreibung wäre es damit staubdicht und unempfindlich gegen "zeitweiliges Untertauchen".

Kamera mit niedrigerer Auflösung

In puncto Auflösung erhält die Hauptkamera möglicherweise ein "Downgrade" von 16 auf zwölf Megapixel. Für die Qualität von Fotos unter verschiedenen Lichtsituationen ist das "Pixelmaß" der Bilder allerdings nicht das wichtigste Kriterium. Die Lichtempfindlichkeit des Objektivs, die Konstruktion der Linse sowie die Fähigkeiten der Bildverarbeitungssoftware geben hier einen deutlich gewichtigeren Ausschlag.

Während die Kamera im S7 auf der Rückseite des Gerätes keinen "Buckel" mehr verursachen soll, bleibt abzuwarten, wie sich die Kamera letztlich schlagen wird. Seit dem Galaxy S4 gehört die Reihe stets zum Spitzenfeld in Sachen Fotoqualität bei Smartphones. Mit der Vorstellung der S7-Geräte wird weiterhin kurz vor dem Mobile World Congress gerechnet, der vom 22. bis 25. Februar in Barcelona stattfindet. (gpi, 5.1.2015)

  • Das Galaxy S6 gab sich gar verschlossen, beim S7 soll Samsung nun etwas zurückrudern.
    foto: derstandard.at/proschofsky

    Das Galaxy S6 gab sich gar verschlossen, beim S7 soll Samsung nun etwas zurückrudern.

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