Bestbieterprinzip: Asfinag will Subunternehmer-Ausbeutung stoppen

5. Jänner 2016, 08:38
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Mehrkosten für Bestbieter gegenüber Billigstbieter mit zehn Prozent gedeckelt

Wien – Mit 1. März wird das Bundesvergabegesetz auf das Bestbieterprinzip umgestellt, wodurch neben dem Preis auch verstärkt die Qualität bei der Ausschreibung von Bundesaufträgen berücksichtigt werden muss. Die Asfinag setzt dies schon länger um und arbeitet bereits am Ausbau dieses Vergabeverfahrens.

So soll die Zahl der Subunternehmer eingeschränkt werden. In der Vergangenheit war immer wieder ein Wildwuchs beim Subunternehmertum am Bau kritisiert worden. Denn dieser führe zu illegaler Beschäftigung, Steuerhinterziehung und Qualitätsmängel sowie Haftungsproblemen.

Hoffnungen so mancher Ortskaiser, dass künftig die örtlichen Baufirmen automatisch verstärkt zum Zug kommen, zerstreut Asfing-Vorstand Alois Schedl. "Es geht nicht darum, lokale Anbieter zu bevorzugen", so Schedl.

Ein massive Verteuerung der Bautätigkeit der staatlichen Autobahnholding befürchtet er nicht. Dies habe sich bis jetzt nicht bewahrheitet, außerdem sei eine Deckelung von maximal zehn Prozent an Mehrkosten gegenüber dem Billigstbieter vorgesehen.

2016 investiert die Asfinag rund eine Milliarde Euro in die Erhaltung, den Neubau und in die Verbesserung der hochrangigen Verkehrsinfrastruktur. Wesentliche Bauvorhaben des neuen Jahres sind die A5 Nord Autobahn, Abschnitt Nord (Schirck-Poysbrunn), die A23 Südosttangente und die A22 Donauufer-Autobahn sowie der zweiröhrige Vollausbau der Tunnel auf der A9 Pyhrn Autobahn. (APA, 5.1.2016)

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