Zielpunkt-Mitarbeiter bangen weiter um ihre Jobs

4. Jänner 2016, 18:06
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Österreichweit Betriebsversammlungen

Wien – Die 112 unverkäuflichen Zielpunkt-Filialen haben seit 2. Jänner zu. Jene 113 Standorte mit 1350 Mitarbeitern, die an rund 25 Anbieter verkauft wurden, bleiben noch bis Monatsende offen. Bis dahin will die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) den Verkauf umfassend überprüft haben. Ab dann werden alle Dienstverträge beendet. "Es betrifft alle Filialmitarbeiter, denn es gibt keine Garantie, dass ein neuer Betreiber die Belegschaft einfach mit übernimmt", sagte am Montag die Wiener Landesgeschäftsführerin der Gewerkschaft GPA-djp, Barbara Teiber, zur APA.

Handelskonzerne wie Lidl haben schon im Dezember "Bewerbungstage" für Zielpunkt-Mitarbeiter abgehalten, die "auf großes Interesse gestoßen sind", wie es auf Anfrage des STANDARD heißt. Auch für die Übernahme der Zielpunkt-Lehrlinge gab es seitens Rewe, Spar, Hofer und Lidl damals Zusagen. In den nächsten Tagen finden zahlreiche Betriebsversammlungen statt, bei denen Arbeiterkammer, Gewerkschaft und Insolvenzexperten Mitarbeiter über ihre Rechte informieren. "Jeder offene Cent wird für die Arbeitnehmer eingefordert", so AK-NÖ-Präsident Markus Wieser. (rebu, 4.1.2016)

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