Feng-Shui-Anhängern droht Ausschluss aus Chinas KP

4. Jänner 2016, 12:39
24 Postings

Strengere Maßnahmen gegen abergläubische Kommunisten in der Volksrepublik

Peking – Chinas kommunistische Führung hat ihre Maßnahmen gegen abergläubische Parteimitglieder verschärft. Seit dem 1. Jänner müssen KP-Mitglieder mit ihrem Parteiausschluss rechnen, wenn sie "feudalen Aberglauben" wie Wahrsagerei und die traditionelle Harmonielehre Feng Shui praktizieren, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Mitglieder, die an derlei Praktiken teilnähmen, würden verwarnt.

Seit der Ära Mao Zedongs kämpft die KP gegen traditionelle Rituale, die nach ihrer Auffassung gegen die marxistische Lehre und deren wissenschaftliche Grundlage verstoßen. In den Parteirichtlinien aus dem Jahr 2003 wurde "feudaler Aberglaube" bereits als eine der Aktivitäten aufgelistet, die "die soziale Ordnung und Produktivität" stören. Die neuen Regeln führen ihn nun als eigenständige Kategorie und damit als klaren Verstoß gegen die Parteidisziplin. Präsident Xi Jinping hatte in seiner Funktion als KP-Chef von den 88 Millionen Parteimitgliedern mehrfach eine striktere Einhaltung der Parteilehre gefordert. (APA, 4.1.2016)

  • Juni-Festival in Tongren in der westchinesischen Provinz Qinghai.
    foto: epa/yang

    Juni-Festival in Tongren in der westchinesischen Provinz Qinghai.

Share if you care.