29 Tote bei türkischem Angriff auf PKK

3. Jänner 2016, 16:52
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Auch ein Zivilist unter den Toten

Istanbul/Diyarbakir – Bei einem Militäreinsatz gegen die verbotene Kurdische Arbeiterpartei (PKK) in der südosttürkischen Stadt Silopi sind 29 Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Zivilist. Die türkischen Streitkräfte teilten am Sonntag mit, sie hätten 28 PKK-Kämpfer getötet.

Die prokurdische Oppositionspartei HDP erklärte, die Armee habe das Viertel Zap am Samstagabend mit Panzern eingekreist und unter schweren Beschuss genommen. In einem anderen Viertel hätten Scharfschützen einen 65-jährigen Mann in seinem Haus getötet.

Der HDP-Parlamentsabgeordnete Ferhat Encü, der sich in Silopi aufhält, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Gefechte in der Stadt dauerten an. Artilleriefeuer sei zu hören.

Ausgangssperre seit 20 Tagen

In Silopi hatten die Behörden vor 20 Tagen eine Ausgangssperre verhängt. Nach Angaben der HDP werden vor allem in unter starkem Beschuss stehenden Vierteln die Lebensmittel knapp. Unabhängige Überprüfungen der Angaben sind in Gebieten unter Ausgangssperre nicht möglich.

Im Juli entflammten nach mehr als zwei Jahren Feuerpause erneut Kämpfe zwischen der PKK und der türkischen Regierung. Vor mehr als zwei Wochen begannen Sicherheitskräfte eine Großoffensive in der Südosttürkei. Es kommt dabei zu schweren Gefechten mit der PKK-Jugendorganisation YDG-H, unter anderem in Silopi, Cizre und Diyarbakir. (APA, 3.1.2016)

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