Hayböck ist der Beste

2. Jänner 2016, 15:34
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Der Gesamtdritte der Tournee stellt seine Form erneut unter Beweis und trifft im ersten Durchgang der Konkurrenz auf Überflieger Prevc

Innsbruck – Michael Hayböck hat am Samstag eine kleine Kampfansage für das Bergisel-Springen in Innsbruck abgegeben. Der Gesamtdritte war in der Qualifikation für den dritten Bewerb der Vierschanzentournee der Beste.

Hayböck kam auf 127 Meter und 128,1 Punkte. Er trifft damit im ersten Wertungsdurchgang am Sonntag (14.00 Uhr/live ORF eins) auf Tournee-Leader Peter Prevc, der die Qualifikation ausgelassen hatte. In der Gesamtwertung fehlen Hayböck 21,1 Punkte auf den führenden Slowenen.

Dessen kleiner Bruder Domen war in der Qualifikation mit 126,0 m (127,1) Zweiter. Der Norweger Kenneth Gangnes, Gesamtvierter, kam nur auf Platz 13 (116,2).

Titelverteidiger Stefan Kraft bekommt es als Vierter der Qualifikation mit seinem ÖSV-Teamkollegen Elias Tollinger zu tun. Acht von elf in der Quali angetretenen Österreichern schafften es in den ersten Durchgang. Unter anderen blieb der frühere Tournee-Sieger Andreas Kofler auf der Strecke.

"Vielleicht habe ich ihn etwas nervös gemacht", sagte Hayböck. Und meinte damit natürlich Prevc. Trotz eines Rückstands von 21,1 Punkten hat der Oberösterreicher die Hoffnung auf den Gesamtsieg noch nicht aufgegeben. ÖSV-Cheftrainer Heinz Kuttin stufte den mit 2.000 Euro belohnten ersten Platz als bedeutsam ein. "Es war wichtig, auf dem Podest ganz oben zu stehen. Das wollen wir für morgen rüberbringen."

Gregor Schlierenzauer vermochte aus dem lockeren Training auf dem Bergisel wenige Tage zuvor keine Vorteile zu ziehen. Der zweifache Innsbruck-Sieger kam über 114 m und den 41. Platz nicht hinaus. "Da kann ich nicht zufrieden sein", erklärte der Stubaier nach einem zu früh erfolgten Absprung.

Kofler will weiterkämpfen

Die übrigen beiden noch aktiven ÖSV-Tourneegewinner sind am Sonntag nicht dabei. Thomas Diethart (2014) hatte den Sprung in das nationale Kontingent nicht geschafft und Andreas Kofler (2010), der 2012 in Innsbruck gewonnen hatte, verpasste mit 110 m als 59. die Qualifikation deutlich.

Der 31-Jährige war nach der vergangenen Wettkampfperiode aus den ersten 55 der Weltrangliste gefallen, denen Quotenplätze für den Weltcup zustehen. Nun setzte es für ihn eine weitere Enttäuschung. "Die Freiheit ist nicht da. Man bemüht sich, keinen Fehler zu machen und ist daher nicht locker genug", konstatierte Kofler. "Ich gebe nicht auf, aber ich muss mir etwas einfallen lassen." (APA/red, 2.1. 2016)

Ergebnisse der Qualifikation auf dem Innsbrucker Bergisel:

1. Michael Hayböck (AUT) 128,1 Punkte (127,0 m) – 2. Domen Prevc (SLO) 127,1 (126,0) – 3. Anders Fannemel (NOR) 125,2 (130,5) – 4. Stefan Kraft (AUT) 124,5 (123,5) – 5. Johann Andre Forfang (NOR) 123,4 (124,5) – 6. Severin Freund (GER) 123,3 (126,5) – 7. Richard Freitag (GER) 122,8 (123,0).

Weiter: 24. Markus Schiffner (AUT) 112,4 (121,5) – 27. Clemens Aigner (AUT) 111,8 (123,5) – 30. Manuel Fettner (AUT) 108,7 (120,5) – 41. Gregor Schlierenzauer (AUT) 101,0 (114,0) – 42. Florian Altenburger (AUT) 100,0 (116,5) – 47. Elias Tollinger (AUT) 97,3 (113,0).

Nicht qualifiziert: 49. Philipp Aschenwald (AUT) 96,9 (113,0) – 56. Manuel Poppinger (AUT) 92,2 (110,5) – 59. Andreas Kofler (AUT) 90,0 (110,5)

K.o.-Duelle im ersten Wertungsdurchgang am Sonntag: Hayböck – Peter Prevc, Kraft – Tollinger, Freund – Denis Kornilow (RUS), Altenburger – Stephan Leyhe (GER), Schlierenzauer – Noriaki Kasai (JPN), Fettner – Jakub Janda (CZE), Aigner – Schiffner

  • Da fliegt er.
    foto: reuters/ebenbichler

    Da fliegt er.

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