Champagner, Gulasch und Glücksbringer

3. Jänner 2016, 08:00
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Wir wollen keinesfalls behaupten, dass früher alles besser war. Immerhin lässt sich regelmäßig zum Jahreswechsel feststellen, dass das Niveau der Getränke im Bekanntenkreis mit jedem Silvester steigt. So viele Fotos von vorgekühltem Champagner wie gerade eben hat es auf Facebook überhaupt noch nicht gegeben.

foto: dpa / horst ossinger

Überhaupt lässt sich ein gewisser Trend vom Gourmand zum Gourmet feststellen. Statt des guten alten Gulaschs vom Rind wird jetzt Eintopf von der Seekuh gekocht. Überhaupt scheint nur noch ein Fuß vor die Tür gesetzt zu werden, um auf biologisch glaubwürdigen Bauern- und Exotikmärkten edle Spezereien zu erwerben, um sie dann tagelang in der Designerküche zu schmoren.

foto: robert newald

Apropos Designerfood. Sogar beim Diskonter kann man mittlerweile Glücksbringer kaufen, die statt Zucker Seitan enthalten.

foto: dpa / patrick seeger

In Tirol wurden aufgrund der Trockenheit Silvesterraketen wegen Brandgefahr verboten. Ein guter Grund mehr, vor Mitternacht ins Bett zu gehen. Andererseits bringt das für viele Wintersportler auch nur wenig, weil den Skipass fit und ausgeschlafen beim Wiesenrutschen auszunutzen ist eigentlich auch blöd.

foto: dpa / roland weihrauch

Der Skihütten-Gaudi mit Zwangsbeschallung durch DJ Ötzi sowie Jagatee und Höhenrausch wird der Schneemangel natürlich nicht im Weg stehen. Und wenn es nun endlich ein wenig friert, kann man schließlich auch die Schneekanonen in Stellung bringen.

foto: apa / expa / johann groder

Apropos Beschallung, Kanone und Höhenrausch: Lemmy Kilmister ist für viele nicht ganz unerwartet gestorben. Der Kopf von Motörhead war ein Guter, weil er stellvertretend für uns das Böse praktizierte: Rock 'n' Roll und Unvernunft. (schach, 2.1.2016)

foto: apa / afp / oli scarff
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