Online-Antrag hilft Gebühren sparen

30. Dezember 2015, 12:52
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Wer Registerauszüge oder Nachweise online bestellt, zahlt künftig deutlich weniger als am Amt

Wien – Ab 1. Jänner werden die Bundesgebühren für diverse Anträge um 40 Prozent günstiger, wenn man sie online bezahlt. So sind dann etwa für eine Geburtsurkunde nur noch 8,60 Euro zu entrichten. Voraussetzung ist allerdings, dass der Antrag mit der Handy-Signatur oder Bürgerkarte erfolgt. Vor allem erstere erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Die meisten Bundesgebühren werden mit dem Jahreswechsel bei elektronischer Antragsstellung von 14,30 auf 8,60 Euro gesenkt: Neben der Geburtsurkunde betrifft das etwa die Heirats- und die Sterbeurkunde, den Staatsbürgerschaftsnachweis, den Antrag auf Namensänderung, die Strafregisterbescheinigung, die Baubewilligung oder die Auskunft aus dem zentralen Gewerberegister bzw. die Feststellung der individuellen Befähigung für ein Gewerbe. Nur noch 28,40 Euro statt bisher 47,30 Euro muss man etwa für die Anmeldung eines Gewerbes oder die Standortverlegung eines Gewerbes zahlen.

Boom bei Handy-Signatur

Voraussetzung dafür ist, dass der Antrag mittels Bürgerkarte oder Handy-Signatur eingebracht wird. Während erstere bei rund 125.000 aktiven Nutzern stagniert und vor allem noch bei Notaren oder Rechtsanwälten in Gebrauch ist, weil man dafür ein eigenes Lesegerät benötigt, wird bei letzerer geradezu ein Boom registriert. Derzeit hat die Handy-Signatur rund 580.000 Nutzer und pro Werktag werden im Schnitt rund 1.000 Freischaltungen verzeichnet. Während der Bürostunden an Werktagen wird die Handy-Signatur für etwa 1.000 bis 1.500 Anwendungen pro Stunde österreichweit genutzt.

Mit der Handy-Signatur kann man sich kostenfrei mittels Mobiltelefon eindeutig ausweisen und Dokumente oder Verträge rechtsgültig elektronisch unterschreiben. Derzeit hat man damit Zugang zu mehr als 200 E-Services in Verwaltung – etwa zum persönlichen Pensionskonto – und Wirtschaft. Die Verbreitung setzt sich neben dem öffentlichen auch immer mehr im privaten Bereich durch – etwa bei Vertragsabschlüssen, im Immobilienbereich oder beim Carsharing. (APA, 30.12.2015)

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