Industrieaufträge schwächeln zu Jahresende

30. Dezember 2015, 11:09
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Erzeugerpreisindex gefallen – Produzierender Bereich mit minimalen Umsatzplus

Wien – Die österreichische Industrie wächst zwar weiter leicht, hat aber zum Jahresende überraschend geschwächelt, so das Ergebnis einer Umfrage der Bank Austria unter Einkaufsmanagern. Dank eines stabilem europäischen Umfeld sei der Konjunkturdämpfer zum Jahresende aber nur temporär, so die Einschätzung.

"Trotz weniger Neuaufträge haben die österreichischen Industriebetriebe im Dezember die Produktion dennoch geringfügig ausgeweitet. Eine geringere Einkaufsmenge, sinkende Auftragspolster und ein fortgesetzter Lagerabbau sind allerdings weitere Anzeichen eines kleinen Konjunkturdämpfers. Dessen ungeachtet stieg die Beschäftigung spürbar an", analysiert Bank Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer.

Dies ist aber nur auf den ersten Blick eine frohe Botschaft. Mit durchschnittlich 580.000 lag die Beschäftigung in der heimischen Industrie im Jahr 2015 dennoch insgesamt um rund einem halben Prozent beziehungsweise fast 3.000 Personen unter dem Jahreswert 2014, geht aus dem Einkaufsmanagerindex der Bank hervor, die kürzlich selbst einen erheblichen Mitarbeiterabbau ankündigte.

Erzeugerpreise fallen

Und auch die Statistik Austria nannte zum Jahresausklang Zahlen zur Konjunkturentwicklung. Der Index der Erzeugerpreise der Industrie (EPI 2010) fiel im November gegenüber dem Vorjahreszeitraum um zwei Prozent. Gegenüber dem Vormonat Oktober 2015 sank der Index um 0,2 Prozent. Preissenkend wirkte sich vor allem der Energiesektor aus (minus 7,1 Prozent). Die Preise für Konsumgüter lagen im November 2015 im Schnitt um 0,2 Prozent über dem Vorjahreswert, teilte die Statistik Austria mit.

Weiters wurden die Zahlen zum produzierenden Bereich verlautbart. Ende September waren demnach in den 64.296 Ein- und Mehrbetriebsunternehmen 931.083 unselbstständig Beschäftigte (minus 0,3 Prozent) tätig. Sie erwirtschafteten von Jänner bis September 2015 Umsatzerlöse in der Höhe von 188,2 Mrd. Euro (plus 0,9 Prozent). (APA, 30.12.2015)

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