Was 2015 gutgegangen ist

30. Dezember 2015, 12:13
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Es war nicht alles schlecht im zu Ende gehenden Jahr. Im Gegenteil. Es gab große und kleine Erfolge, berührende Momente und die Bestätigung dafür, dass Probleme nur im Team gelöst werden können. Hier eine kleine Rückschau

Willkommen, welcome, välkommen!

Es gibt viele Zahlen zum Thema Flüchtlinge: wie viele heuer nach Europa gekommen sind, wie viele auf dem Weg hierher umgekommen sind; wie viele Millionen oder Milliarden zum Schutz der EU-Außengrenzen investiert wurden. Dann gibt es aber noch die vielen Menschen, die fern staatlicher Institutionen geholfen haben – an Grenzübergängen, an Bahnhöfen, in rasch errichteten Unterkünften oder auf vielen anderen Wegen. Dieses Ausmaß an freiwilliger Unterstützung lässt sich nur erahnen, aber nicht in Zahlen gießen.

foto: reuters / heinz-peter bader

Irangespräche

Es war kurz nach Mitternacht am 14. Juli, als die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini auf twitter schrieb: "#IranTalks done." Nach 13 Jahren Atomstreit wurde in Wien eine Lösung gefunden: Der Iran verzichtet auf die militärische Nutzung seines Atomprogramms, im Gegenzug werden Sanktionen und Waffenembargo aufgehoben.

foto: joe klamar/pool photo via ap

Fußballgroßmacht

Jahrzehntelang bemühte sich Österreichs Fußballnationalteam vergeblich um die sportliche Qualifikation für eine Europameisterschaft. Dann erschien der Schweizer Erlöser Marcel Koller, und Alaba und Co nahmen den Quali-Gruppensieg für Frankreich 2016 im Vorbeigehen mit – wie von einer Top-Ten-Nation auch zu erwarten.

foto: apa/roland schlager

Lebensalter

Auf ein durchschnittlich 78,8 Jahre langes Leben darf sich ein in Österreich geborener Bub freuen, Mädchen erwarten sogar 83,8 Jahre. Vor fünfzig Jahren lagen die Prognosen noch rund zwölf Jahre kürzer. Auch weltweit stieg die Lebenserwartung dank medizinischer Fortschritte von 51 Jahren Anfang der 1960er auf zuletzt 77 Jahre.

foto: warner dpa

Sonnenstunden

Nicht nur Freibadbetreiber, Eisverkäufer, Fotovoltaiknutzer und Mineralwasserhersteller durften sich dank zehn Prozent mehr Sonnenstunden über das fünftsonnigste Jahr seit Aufzeichnung der Sonnendauer freuen. Sonne auf der Haut braucht jeder Mensch, um Vitamin D zu bilden – und dieses sorgt wiederum für gute Laune.

foto: imago/winfried rothermel

Pandas

Die Zahl der Pandas in freier Wildbahn nimmt zu, wie eine vom World Wildlife Fund (WWF) unterstützte Zählung in China im Februar zeigte. So gibt es 268 mehr Große Pandabären als 2004 gezählt wurden: also insgesamt 1.864 Exemplare der Bambusliebhaber. Ende der 80er-Jahre war die Population auf 1.114 Tiere geschrumpft.

foto: reuters/francois lenoir

Mahü Neu

Ende Juli wurde jenes Wiener Verkehrsprojekt fertiggestellt, das zuvor jahrelang für weltanschauliche Grabenkämpfe gesorgt hatte. Die Umwandlung der Mariahilfer Straße von einer Durchzugsroute zur Begegnungs- und Fußgängerzone werde von zwei Dritteln der bisherigen Besucher goutiert, ergab eine Umfrage im September.

foto: apa/hans klaus techt

Taferlcodes

Kfz-Kennzeichen dürfen nicht länger als Vehikel für die Verherrlichung menschenverachtender Ideologien missbraucht werden, entschied der Gesetzgeber im Juli. Chiffren aus Buchstaben- und Ziffernkombinationen wie HH oder 88 (für "Heil Hitler") oder IS (für "Islamischer Staat") sind seither auf Wunschkennzeichen tabu.

foto: apa/dpa-zentralbild/jens büttner

Klimaschutz

195 an der Uno-Klimakonferenz in Le Bourget bei Paris beteiligte Staaten beschlossen am 12. Dezember nach langem Ringen einstimmig ein globales Klimaschutzabkommen. Ziele des Vertrages sind die Begrenzung der Erderwärmung auf "deutlich unter zwei Grad" im Vergleich zur vorindustriellen Zeit und Hilfen für Entwicklungsländer.

foto: apa / francios guillot

Austropop

"Die beste deutschsprachige Popmusik kommt derzeit aus Österreich", erkannte der NDR im März. Die oberösterreichischen Ex-Stiftsschüler von Bilderbuch sorgten mit hiesigem Zungenschlag ebenso für Furore nördlich des Weißwurstäquators wie Wanda und Ja, Panik. Nur The Makemakes, die gingen beim Song Contest in Wien leer aus. (red, 30.12.2015)

foto: apa / herbert p. oczeret
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