Studie: Die zehn größten Konzerne sitzen in USA

29. Dezember 2015, 13:47
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Unter den 100 höchstbewerteten Firmen sechs aus Deutschland, Österreich nicht darunter

Stuttgart – Die zehn Unternehmen mit den höchsten Börsenwerten der Welt sitzen allesamt in den USA. Das geht aus einer Analyse der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) hervor, die am Dienstag in Stuttgart veröffentlicht wurde. Vor einem halben Jahr waren in den Top Ten demnach lediglich acht US-Firmen zu finden.

Von den einhundert am höchsten bewerteten Firmen kommen laut der Analyse 54 aus den USA, 26 aus Europa und 17 aus Asien. Deutschland ist mit sechs Unternehmen in den Top 100 vertreten. Österreichische Firmen sind unter den 100 wertvollsten nicht dabei.

Apple am wertvollsten

Das teuerste Unternehmen der Welt bleibt der Analyse zufolge Apple. Zwar sei der Börsenwert des Technologiekonzerns seit Jahresmitte um 18 Prozent oder 127 Milliarden Dollar (116 Mrd. Euro) gesunken, doch der aktuelle Wert von 596 Milliarden Dollar (544 Mrd. Euro) reiche weiter für den Spitzenplatz. Auf Platz zwei folgt demnach die Google-Mutter Alphabet mit 531 Milliarden Dollar Börsenwert, Microsoft kommt mit 447 Milliarden Dollar auf Platz drei.

Die Vorherrschaft der US-Wirtschaft in dem Ranking führt EY auf die gute konjunkturelle Entwicklung in dem Land und einen "modernen und zukunftsweisenderen Branchenmix" zurück. Vor allem die IT-Branche spiele in den USA eine sehr viel größere Rolle als in Europa.

China als Verlierer

Das höchstplatzierte europäische Unternehmen in der Rangliste ist der Schweizer Pharmakonzern Roche auf Platz 13. Auf Platz 67 findet sich mit Bayer das erste deutsche Unternehmen mit einem Börsenwert von knapp 105 Milliarden Dollar. Auch SAP, Daimler, Siemens sowie – als Neueinsteiger – die Deutsche Telekom und die Allianz sind in den Top 100 vertreten. Volkswagen hingegen ist nach dem deutlichen Kursrutsch infolge des Abgasskandals nicht mehr dabei.

Zu den Hauptverlierern im jüngsten Börsenranking zählen Unternehmen aus China, wo die Wertpapiermärkte im zweiten Halbjahr 2015 deutlich eingebrochen waren. Ebenfalls abgerutscht sind verschiedene Ölkonzerne, denen der niedrige Rohölpreis zu schaffen macht. (APA, 29.12.2015)

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